Völlig überraschend rückt der gefallene Stern am Fleischersatz-Himmel diese Woche wieder in das Zentrum wilder Spekulationen. Während die fundamentalen Daten weiterhin düster aussehen, verzeichnet das Papier zweistellige Wochengewinne. Treiben hier organisierte Kleinanleger den Kurs künstlich in die Höhe?
Rückkehr der Meme-Trader
Auslöser der plötzlichen Volatilität scheint eine Aktion von Privatanlegern zu sein, die stark an die Hype-Phasen vergangener Jahre erinnert. Marktbeobachter führen den Anstieg auf einen prominenten Trader auf der Plattform X zurück, der einen Einstieg mit 1,5 Millionen Aktien verkündete – bei dem aktuell niedrigen Kursniveau ein Investment von knapp 1,5 Millionen Dollar. Dies löste eine Kaufwelle aus, die den Kurs allein am Donnerstag bei hohem Volumen um über 11 Prozent nach oben trieb. Da viele Investoren auf fallende Kurse gesetzt hatten, mussten diese ihre Positionen decken, was als Short Squeeze die Aufwärtsdynamik zusätzlich befeuerte.
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Fundamentale Realität
Die aktuelle Euphorie steht jedoch im starken Kontrast zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Zwar notiert die Aktie nach einem Wochenplus von rund 17 Prozent wieder knapp über der Marke von 1,03 US-Dollar, doch die Bücher sprechen eine andere Sprache. Im dritten Quartal 2025 schrumpfte der Umsatz um 13,3 Prozent auf 70,2 Millionen US-Dollar, begleitet von anhaltenden operativen Verlusten. Der Börsenwert ist von einstigen Höchstständen über 14 Milliarden auf nur noch rund 400 Millionen US-Dollar zusammengeschmolzen, belastet durch sinkende Nachfrage und Inflation.
Ohne begleitende strukturelle Verbesserungen werten Experten den Anstieg als fragil. Das nächste wichtige Finanzupdate folgt erst Ende Februar. Bis dahin bleibt der Kurs voraussichtlich ein Spielball der Marktstimmung, wobei die Verteidigung der psychologisch wichtigen 1,00-Dollar-Marke als technisch entscheidendes Signal gilt.
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