Der Fleischersatz-Spezialist kommt nicht zur Ruhe. Während das operative Geschäft unter schwachen Umsätzen leidet, braut sich an der juristischen Front ein Gewitter zusammen. Mehrere Kanzleien haben im Namen von Investoren Sammelklagen eingereicht, die dem Management irreführende Angaben vorwirft. Parallel dazu versucht das Unternehmen verzweifelt, mit neuen Produktkategorien das Ruder herumzureißen.
Streit um Bilanzierung
Im Zentrum der juristischen Auseinandersetzung steht die Finanzberichterstattung des Unternehmens. Die Kläger werfen dem Management vor, negative Geschäftsentwicklungen verschwiegen und falsche Aussagen getätigt zu haben. Konkret geht es um die Bewertung langfristiger Vermögenswerte, deren Buchwert laut Anklage künstlich zu hoch angesetzt war.
Die Klagen beziehen sich darauf, dass die Notwendigkeit einer erheblichen Wertberichtigung nicht zeitnah kommuniziert wurde. Erst verspätet legte das Unternehmen eine nicht zahlungswirksame Abschreibung in Höhe von 77,4 Millionen US-Dollar offen. Dieser Vorwurf betrifft Anleger, die zwischen dem 27. Februar und dem 11. November 2025 Wertpapiere erworben haben. Die Frist für die Registrierung als Hauptkläger läuft bis zum 24. März 2026.
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Strategische Neuausrichtung
Die juristischen Attacken treffen das Unternehmen in einer ohnehin fragilen Phase. Nach dem Kursverfall im vergangenen Jahr und dem Rückzug aus dem chinesischen Markt suchen die Verantwortlichen nach neuen Umsatzquellen. Um den anhaltenden operativen Verlusten entgegenzuwirken, expandiert der Konzern nun überraschend in den Getränkemarkt.
Mit der Einführung von „Beyond Immerse“, einer pflanzlichen Proteingetränk-Linie, verlässt der Hersteller sein angestammtes Segment der Fleischalternativen. Das neue Produkt wurde zunächst zeitlich begrenzt über den eigenen Online-Shop angeboten, um das Kaufinteresse zu testen. Dieser Diversifizierungsversuch erfolgt vor dem Hintergrund eines sich wandelnden Marktes, in dem Konsumenten zunehmend auf „Clean Label“-Produkte und unverarbeitete Inhaltsstoffe achten.
Für die weitere Kursentwicklung ist nun entscheidend, ob die strategische Erweiterung des Portfolios die fundamentalen Schwächen im Kerngeschäft kompensieren kann, bevor die juristischen Auseinandersetzungen weitere Ressourcen binden.
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