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Beyond Meat Aktie: Sammelklage eingereicht

Aktionäre verklagen Beyond Meat, weil das Unternehmen eine notwendige Wertberichtigung von 77,4 Millionen Dollar verschwiegen haben soll. Dies belastet den Hersteller von Fleischalternativen in einer Phase anhaltender Verluste.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sammelklage wegen verschleierter Wertberichtigung
  • Quartalsverlust von 112,3 Millionen Dollar
  • Umsatzrückgang und schrumpfende Bruttomarge
  • Neues Proteingetränk als Produkterweiterung

Beyond Meat sieht sich mit einer neuen rechtlichen Auseinandersetzung konfrontiert. Aktionäre werfen dem Unternehmen vor, die Notwendigkeit einer milliardenschweren Wertberichtigung verschleiert zu haben. Die Klage kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt – während das Unternehmen mit anhaltenden Verlusten kämpft und versucht, sein Produktportfolio zu erweitern.

Vorwürfe wegen verschleierter Wertberichtigung

Am 24. Januar 2026 reichten Aktionäre beim Bundesgericht in Los Angeles eine Sammelklage ein. Der Vorwurf: Beyond Meat habe Investoren getäuscht, indem es die Notwendigkeit einer erheblichen Wertberichtigung verheimlichte. Laut Klageschrift betonte das Unternehmen während des größten Teils von 2025 öffentlich Kostensenkungen und Margenverbesserungen, verschwieg jedoch, dass langfristige Vermögenswerte wie Produktionsanlagen, Maschinen und Mietverträge abgeschrieben werden müssten.

Die Wahrheit kam im Herbst ans Licht. Beyond Meat verzögerte zunächst die Veröffentlichung seiner Finanzergebnisse und nahm schließlich eine Wertberichtigung von 77,4 Millionen Dollar vor. Dies trug zu einem Quartalsverlust von 112,3 Millionen Dollar im dritten Quartal bei. Die Aktie brach daraufhin dramatisch ein – von 2,84 Dollar am 24. Oktober 2025, als das Unternehmen erstmals eine mögliche Wertberichtigung andeutete, auf 1,12 Dollar am 12. November 2025.

Neue Produktstrategie mit Proteingetränk

Mitte Januar 2026 versuchte Beyond Meat, mit einer Produktinnovation gegenzusteuern. Am 15. Januar lancierte das Unternehmen Beyond Immerse, ein pflanzliches Proteingetränk. Der Schritt markiert die erste größere Expansion über das angestammte Geschäft mit Fleischalternativen hinaus.

Das Getränk basiert auf Erbsenprotein und Tapiokafaser und ist in drei Geschmacksrichtungen erhältlich: Peach Mango, Lemon Lime und Orange Tangerine. Kunden können zwischen zwei Varianten wählen – eine mit 10 Gramm Protein und 60 Kalorien, die andere mit 20 Gramm Protein und 100 Kalorien. Derzeit ist Beyond Immerse ausschließlich über die Direct-to-Consumer-Plattform Beyond Test Kitchen verfügbar.

Zahlen zeigen anhaltende Schwäche

Die Quartalsergebnisse vom 10. November 2025 zeichnen ein düsteres Bild. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 13,3 Prozent auf 70,2 Millionen Dollar. Der Bruttogewinn schrumpfte von 14,3 Millionen Dollar im Vorjahresquartal auf 7,2 Millionen Dollar, die Bruttomarge fiel von 17,7 auf 10,3 Prozent.

Seit dem Börsengang 2019 hat Beyond Meat kein einziges profitables Geschäftsjahr verzeichnet. Die Gesamtumsätze befinden sich auf dem Weg zum vierten Rückgang in Folge.

Wichtigste Eckdaten im Überblick:

  • Quartalsumsatz Q3 2025: 70,2 Mio. USD (-13,3% zum Vorjahr)
  • Quartalsverlust Q3 2025: 112,3 Mio. USD
  • Wertberichtigung: 77,4 Mio. USD
  • Bruttomarge Q3 2025: 10,3% (Vorjahr: 17,7%)
  • Marktkapitalisierung: ca. 346 Mio. USD (Stand: 30. Januar 2026)

Die Aktie erlebte Ende 2025 extreme Schwankungen. Ein durch Social-Media-Hype ausgelöster Anstieg trieb den Kurs im Oktober kurzzeitig über 7 Dollar, bevor er wieder abstürzte. Die 52-Wochen-Spanne von 0,50 bis 7,69 Dollar verdeutlicht die Volatilität des Papiers. Ob die Sammelklage nun weitere Belastungen bringt, hängt vom Ausgang des Verfahrens ab.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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