Die Aktie von Beyond Meat bleibt unter Druck, weil eine spezialisierte Kanzlei ihre Untersuchungen zu möglichen Fehlverhalten verschärft hat. Pomerantz LLP weitet seit Anfang Januar ihre Ansprache an Aktionäre aus und hält damit das Thema präsent. Der Markt reagiert spürbar sensibel auf die Frage, ob aus der Untersuchung eine Sammelklage werden könnte.
Fokus der Untersuchung
Im Zentrum steht der Verdacht auf möglichen Wertpapierbetrug. Geprüft wird, ob Beyond Meat und Verantwortliche des Unternehmens unzulässige Geschäftspraktiken verfolgt oder irreführende Angaben gemacht haben.
Auslöser sind Unternehmensmitteilungen aus dem Herbst 2025:
- Impairment-Ankündigung: Am 24. Oktober 2025 warnte Beyond Meat vor wesentlichen nicht zahlungswirksamen Wertminderungen im dritten Quartal.
- Kursreaktion: Die Meldung löste einen Kurssturz von über 23 % an nur einem Tag aus.
- Bestätigte Verluste: Spätere Finanzberichte wiesen für Q3 2025 einen operativen Verlust von 112,3 Mio. US-Dollar aus, davon 77,4 Mio. US-Dollar an Wertminderungen.
Die fortlaufenden Hinweise der Kanzlei auf diese Vorgänge wirken wie ein Bremsklotz für den Kurs, da viele Anleger erst Klarheit über eine mögliche Sammelklage abwarten wollen.
Bewertung und Gegenargumente
Parallel zu den rechtlichen Risiken verweisen neue Analysen auf eine mögliche Unterbewertung der Aktie. Das sorgt für ein widersprüchliches Bild.
Ein am 4. Januar 2026 veröffentlichter Bericht von Simply Wall St schätzt den „fairen Wert“ der Aktie auf 1,61 US-Dollar. Ausgehend vom aktuellen Kurs ergibt sich daraus ein Abschlag von rund 45 %. Als potenzielle langfristige Treiber nennt die Analyse das Produkt „Beyond Burger IV“ und aktuelle ESG-Initiativen – unter der Bedingung, dass das Unternehmen seine derzeitige Cash-Burn-Phase übersteht.
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Hinzu kommt eine Einstufungsänderung durch Zacks Equity Research: Ende Dezember wurde die Aktie auf „Buy“ hochgestuft, gestützt auf angepasste Gewinnerwartungen. Damit prallen zwei Sichtweisen aufeinander: Während rechtliche und technische Signale eher negativ ausfallen, deuten einzelne Bewertungsmodelle auf einen übertriebenen Ausverkauf hin.
Technische Lage und Marktdaten
Charttechnisch bleibt die Situation angespannt. Beyond Meat notiert derzeit unter der Marke von 1,00 US-Dollar und schloss die letzte Sitzung bei 0,8814 US-Dollar.
- Marktkapitalisierung: Rund 400 Mio. US-Dollar
- Unterstützung: Die Zone zwischen 0,80 und 0,85 US-Dollar fungiert als kurzfristiger Halt
- Widerstand: Auf der Oberseite gilt die psychologisch wichtige 1,00‑US-Dollar-Marke als erste Hürde
Das anhaltende Handeln unter 1,00 US-Dollar wirft zudem Fragen zur Einhaltung von Börsennotierungsanforderungen auf – ein typisches Risiko für Titel in diesem niedrigen Kursbereich.
Zentrale Kurstreiber dieser Woche
Für Anleger zeichnen sich aktuell drei wesentliche Einflussfaktoren ab:
- Rechtliche Entwicklung: Ob die laufende Untersuchung in eine konkrete Sammelklage mündet.
- Liquidität und Cash Burn: In welchem Umfang es Beyond Meat gelingt, den Mittelabfluss zu begrenzen – trotz einzelner Argumente für eine Unterbewertung bleibt dies das zentrale Fundamentalthema.
- Kursstabilität: Ob der Bereich um 0,80 US-Dollar hält, während die Nachrichtenlage von der Untersuchung dominiert wird.
Damit spiegelt der aktuelle Kurs ein hohes Risikoniveau wider. Die laufende Prüfung möglicher Wertpapierverstöße bleibt dabei der Hauptfaktor, der mögliche Erholungstendenzen überlagert.
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