Beyond Meat kämpft auf zwei Fronten gleichzeitig. Während der Kurs nach einem Vertriebsdeal mit Big Geyser anzieht, tickt im Hintergrund die Delisting-Uhr.
Getränke statt Burger
Der Deal mit Big Geyser bringt Beyond Meats neue Produktlinie Beyond Immerse in den New Yorker Markt. Big Geyser ist der größte Nicht-Alkohol-Getränkeverteiler in New York — mit Zugang zu mehr als 26.000 Verkaufsstellen in Supermärkten, Convenience-Stores und Foodservice-Kanälen.
Beyond Immerse ist ein Proteingetränk mit 20 Gramm pflanzlichem Erbsenprotein, 7 Gramm Ballaststoffen und 100 Kalorien pro Portion. Drei Geschmacksrichtungen, keine Zuckerzusätze, keine Molke. Das Getränk soll das Kernproblem der Marke lösen: den Ruf als „ultra-verarbeitetes“ Produkt abzuschütteln.
Das ist kein Zufall. Beyond Meat positioniert sich aktiv als „Plant Protein Company“ — weg vom Fleischersatz, hin zu Protein-Getränken und Snacks. Zur Strategie gehört auch ein neues Fleischprodukt namens Beyond Ground, das auf Favabohnen und Kartoffelprotein setzt.
Kurs springt, Fundamentals bleiben schwach
Die Aktie stieg am 17. April auf 0,956 Dollar — ein Plus von rund 22 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss von 0,782 Dollar. Meme-Stock-Stimmung an den US-Märkten verstärkte den Ausschlag.
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Das ändert nichts an der strukturellen Lage. Im vierten Quartal erzielte Beyond Meat einen Umsatz von 61,6 Millionen Dollar — unter den Erwartungen, unter dem Vorjahr. Barclays hat das Kursziel auf 0,50 Dollar gesenkt und bewertet die Aktie mit „Underweight“. BMO Capital Markets hält bei „Market Perform“, senkte das Ziel aber ebenfalls — auf 1,00 Dollar. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten liegt bei 0,66 Dollar. Kein einziger empfiehlt den Kauf.
Die 1-Dollar-Hürde
Das eigentliche Problem ist die Börsenzulassung. Anfang März erhielt Beyond Meat eine Warnung, weil die Aktie 30 Tage in Folge unter einem Dollar schloss. Bis zum 31. August muss der Kurs mindestens zehn aufeinanderfolgende Handelstage über dieser Marke bleiben — sonst droht das Delisting.
Mit dem aktuellen Kurs von knapp unter einem Dollar ist die Hürde noch nicht übersprungen. Der New-York-Deal liefert eine gute Geschichte. Ob er auch die Zahlen dreht, ist eine andere Frage — und die beantwortet sich spätestens mit dem nächsten Quartalsbericht.
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