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Beyond Meat Aktie: Kursänderung nötig?

Der Hersteller pflanzlicher Fleischalternativen verzeichnet anhaltend sinkende Umsätze, hohe Verluste und eine verwässerte Aktionärsstruktur. Analysten bleiben trotz neuer Produktlinie skeptisch.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktienkurs im Penny-Stock-Bereich bei rund 0,94 USD
  • Hohe operative Verluste und rückläufige Umsatzzahlen
  • Neue Produktlinie Beyond Immerse als Expansionsversuch
  • Erhöhte Volatilität durch spekulative Handelsaktivitäten

Beyond Meat bleibt an der Börse schwer angeschlagen. Der Pionier für pflanzliche Fleischalternativen kämpft mit rückläufigen Umsätzen, hohen Verlusten und einer stark verwässerten Aktionärsbasis. Der Kurs liegt derzeit bei rund 0,94 US-Dollar, womit das Unternehmen klar im Penny-Stock-Bereich notiert.

Anhaltender Kursverfall

Die Wertentwicklung der vergangenen Jahre fällt deutlich aus:

  • Kursverlust 1 Jahr: -76,0 %
  • Kursverlust 3 Jahre: -94,2 %
  • Marktkapitalisierung: rund 421 Mio. US-Dollar
  • 52-Wochen-Spanne: 0,50 – 7,69 US-Dollar

Gestern schloss die Aktie bei 0,9341 US-Dollar, nach einer Handelsspanne zwischen 0,93 und 1,02 US-Dollar. Mit über 47 Millionen gehandelten Aktien blieb das Volumen hoch, was auf anhaltende spekulative Aktivität hindeutet.

Bewertung und Profitabilität

P/S-Multiplikator über Branchenniveau

Beim Kurs-Umsatz-Verhältnis liegt Beyond Meat aktuell bei rund 1,5. Damit ist die Aktie höher bewertet als der Durchschnitt der US-Lebensmittelbranche, der bei etwa 0,8 liegt. Im Vergleich zu einer geschätzten fairen P/S-Bewertung von 0,6 deutet dies darauf hin, dass der Markt trotz des starken Kursrückgangs noch weiteres Abwärtspotenzial einpreisen könnte, falls sich die Stimmung erneut eintrübt.

Auf operativer Ebene bleibt die Lage angespannt:
Umsatz: 290,6 Mio. US-Dollar
Nettoverslust: 237,7 Mio. US-Dollar
Nettomarge: rund -81,8 %

Die Zahlen verdeutlichen, wie weit das Unternehmen derzeit von nachhaltiger Profitabilität entfernt ist.

Analystenerwartungen bleiben vorsichtig

Der durchschnittliche Analysten-Kursziel liegt bei 1,61 US-Dollar und damit etwa 71 % über dem aktuellen Kursniveau. Gleichzeitig überwiegen negative Einschätzungen: 57 % der Analysten empfehlen den Verkauf der Aktie. Das unterstreicht den skeptischen Blick auf die mittelfristigen Aussichten, trotz rechnerisch hohen Aufwärtsspielraums zum Konsensziel.

Strategiewechsel mit Beyond Immerse

Am 15. Januar stellte Beyond Meat mit „Beyond Immerse“ eine neue Produktlinie vor. Dabei handelt es sich um pflanzliche Protein-Getränke – die erste größere Expansion des Unternehmens außerhalb des Kerngeschäfts mit Fleischalternativen.

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Wesentliche Eckpunkte:

  • Einführung in rund 2.000 Walmart-Filialen
  • Erweiterung über klassische „Center-of-Plate“-Produkte hinaus
  • Nutzung der bestehenden Kompetenz im Bereich pflanzliche Proteine

Die Ankündigung sorgte kurzfristig für einen Kursanstieg von mehr als 8 %, doch der Effekt verpuffte rasch. Die anhaltenden fundamentalen Probleme dominierten schnell wieder das Bild.

Finanzielle Restrukturierung und Verwässerung

Parallel treibt Beyond Meat eine umfassende finanzielle Restrukturierung voran. Dazu gehört ein Debt-Equity-Tausch bei den Wandelanleihen. Im November 2025 gab das Unternehmen die Umwandlungsrate für seine 7,00 % Convertible Senior Secured Second Lien PIK Toggle Notes mit Fälligkeit 2030 bekannt.

Die Maßnahmen führten zu einer deutlichen Verwässerung der Altaktionäre, da die Aktienzahl spürbar anstieg und damit zentrale Kennzahlen je Aktie verwässert wurden. Zudem weist die Bilanz inzwischen ein negatives Eigenkapital aus – ein klares Warnsignal für die solide Kapitalausstattung.

Rückläufige Umsätze im Kerngeschäft

Die Ergebnisse des dritten Quartals 2025 zeigen, dass die operative Schwäche weiter anhält:

  • Nettoumsatz: 70,2 Mio. US-Dollar
  • Umsatzrückgang: -13,3 % gegenüber dem Vorjahr
  • Bereinigter EBITDA-Verlust: 21,6 Mio. US-Dollar

Auf Jahressicht schrumpften die Erlöse um 1,2 %. Damit ist Beyond Meat bislang nicht gelungen, auf einen klaren Wachstumspfad zurückzukehren. Die Kategorie der pflanzlichen Fleischalternativen steht generell unter Druck, da die anfängliche Konsumentenbegeisterung nachgelassen hat und der Wettbewerb intensiver geworden ist.

Spekulation und Meme-Charakter

Zu Jahresbeginn 2026 erlebte die Aktie eine auffällige Zwischenrally: Innerhalb einer Woche stieg der Kurs um 17 %, nachdem Social-Media-Händler den Titel als möglichen Short-Squeeze-Kandidaten ins Visier genommen hatten. Ein Trader berichtete öffentlich über den Kauf von 1,5 Millionen Aktien, was die spekulative Dynamik zusätzlich anfachte.

Der hohe Short-Anteil macht den Titel anfällig für abrupte Kurssprünge, die weniger von neuen Fundamentaldaten als von Handelsaktivität privater Anleger getrieben werden. Für Investoren bedeutet das eine Kombination aus angeschlagener Bilanz, schwacher Profitabilität und erhöhter Kursschwankung – ein Umfeld, in dem die Bewertung kurzfristig stark von fundamentalen Kennzahlen abweichen kann.

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