Beyond Meat wagt den Sprung in ein neues Geschäftsfeld. Mit der Protein-Getränkelinie „Beyond Immerse“ will das angeschlagene Unternehmen zusätzliche Einnahmequellen erschließen. Die Frage ist, ob dieser Schritt ausreicht, um die anhaltende Finanzkrise zu bewältigen. Am 25. Februar folgen die Quartalszahlen – und damit ein Stimmungstest.
Neues Standbein im Getränkemarkt
Am 15. Januar präsentierte Beyond Meat seine erste Getränkelinie. Beyond Immerse ist ein kohlensäurehaltiges Proteingetränk in drei Geschmacksrichtungen: Pfirsich-Mango, Zitrone-Limette und Orange-Mandarine. Die Drinks enthalten pflanzliches Erbsenprotein, Tapiokafaser, Antioxidantien und Elektrolyte.
Zwei Varianten stehen zur Wahl: 10 Gramm Protein bei 60 Kalorien oder 20 Gramm Protein bei 100 Kalorien pro 350-Milliliter-Portion. Vorerst sind die Produkte nur über die firmeneigene Plattform Beyond Test Kitchen erhältlich.
Der Schritt fügt sich in eine größere Neuausrichtung ein. Bereits Mitte 2025 strich das Unternehmen „Meat“ aus seinem Namen und firmiert seither schlicht als „Beyond“. Die Botschaft: Man will mehr sein als nur Fleischersatz-Hersteller.
Wachstumsmarkt als Hoffnungsträger
Der Einstieg in den Protein-Getränkemarkt kommt nicht von ungefähr. Laut Innova Market Insights wuchs das Segment zwischen 2020 und 2024 um 122 Prozent. Treiber sind das gestiegene Gesundheitsbewusstsein und die Verbreitung von GLP-1-Medikamenten zur Gewichtsreduktion, bei denen Ärzte proteinreiche Ernährung empfehlen.
Der Kontrast zum Kerngeschäft könnte größer kaum sein. Pflanzliche Fleischalternativen kämpfen mit sinkender Nachfrage und schrumpfender Handelsreichweite. Beyond Meat verzeichnete in den vergangenen Quartalen wiederholt Umsatzrückgänge.
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Finanzlage bleibt angespannt
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache:
- Marktkapitalisierung: rund 330 bis 415 Millionen Dollar
- Umsatz (TTM): 290,6 Millionen Dollar
- Nettoverlust (TTM): 237,7 Millionen Dollar
- Bruttomarge: 8,5 Prozent
- Liquidität: 117,3 Millionen Dollar
Die Aktie pendelt nahe ihrem 52-Wochen-Tief von 0,50 Dollar, das im Oktober 2025 erreicht wurde. Das 52-Wochen-Hoch lag bei 7,69 Dollar.
Im dritten Quartal 2025 meldete Beyond Meat einen Verlust je Aktie von 0,47 Dollar – schlechter als die erwarteten 0,42 Dollar.
Ausblick auf den Quartalsbericht
Am 25. Februar legt Beyond Meat die Zahlen für das Schlussquartal 2025 vor. Investoren werden genau prüfen, wie sich das Geschäft entwickelt hat und welche konkreten Schritte das Management plant. Erste Signale zur Resonanz auf die Diversifizierungsstrategie könnten ebenfalls Beachtung finden.
Ob die Neuausrichtung Früchte trägt, wird sich allerdings erst mittelfristig zeigen. Zunächst gilt es, die Finanzlage zu stabilisieren und den Kapitalabfluss zu bremsen.
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