Beyond Meat gerät weiter unter Druck. Zu den bereits schwachen Geschäftszahlen kommt nun eine Sammelklage wegen mutmaßlicher Verstöße gegen US‑Wertpapiergesetze. Für eine Aktie, die ohnehin nahe historischer Tiefstände notiert, erhöht das die Unsicherheit spürbar.
Sammelklage setzt Unternehmen unter Druck
Heute wurde eine Wertpapier-Sammelklage gegen Beyond Meat, Inc. bekanntgegeben. Die Kanzlei Pomerantz LLP geht im Namen von Anlegern vor, die zwischen dem 27. Februar 2025 und dem 11. November 2025 Wertpapiere des Unternehmens erworben haben.
Die Klage wirft Beyond Meat und einzelnen Führungskräften Verstöße gegen bundesrechtliche Wertpapiergesetze vor. Damit rückt das Unternehmen zusätzlich in den Fokus juristischer Prüfung – in einer Phase, in der das operative Geschäft ohnehin schwächelt.
Kernpunkte der Situation:
- Wertpapier-Sammelklage für den Zeitraum Februar bis November 2025
- Vorwurf: Verstöße gegen US‑Wertpapiergesetze
- Parallel anhaltend schwierige operative Lage
Kursschwäche und fundamentaler Druck
Die Aktie befindet sich seit längerem in einem klaren Abwärtstrend und notiert nahe historischen Tiefstständen. Die Spanne der vergangenen 52 Wochen reicht von 0,50 US‑Dollar bis 7,69 US‑Dollar und macht die hohe Volatilität sowie das Ausmaß des Rückgangs deutlich. Aus der vorangegangenen Handelssitzung wird ein Unterstützungsbereich um 0,81 US‑Dollar abgeleitet; ein Rutsch darunter könnte weiteren Abgabedruck nach sich ziehen.
Fundamental gibt es deutliche Belastungsfaktoren:
- Der Nettoumsatz im dritten Quartal sank im Jahresvergleich um 13,3 %.
- Die operativen Verluste haben sich deutlich ausgeweitet.
- Im wichtigen US‑Food-Service-Geschäft zeigen sich klare Schwächen.
- Auch international schrumpft das Geschäft, inklusive eines markanten Rückzugs aus China wegen schwacher Nachfrage und hoher Kosten.
Diese Kombination aus nachlassendem Wachstum und steigenden Verlusten liefert eine nachvollziehbare Grundlage für die schwache Kursentwicklung.
Strukturelle Probleme im Kerngeschäft
Die Schwierigkeiten beschränken sich nicht auf die Börse. Das Kerngeschäft von Beyond Meat steht unter Druck: Die abnehmende Beliebtheit der Produkte spiegelt sich direkt in sinkenden Erlösen und wachsenden Verlusten wider.
Das Management hat zwar einen Turnaround-Plan skizziert, der auf Kostensenkungen und bessere Bruttomargen abzielt. Allerdings adressiert dieser Ansatz nur teilweise das zentrale Problem: das nachlassende Interesse von Verbrauchern und Handelspartnern.
Hinzu kommt, dass weiterhin erhöhte Gebühren für das Leihen der Aktie (Short Borrow Fees) aufgerufen werden. Das deutet darauf hin, dass ein signifikanter Teil des Marktes die Zukunftsaussichten des Unternehmens kritisch einschätzt.
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