Bei Beyond Meat rückt der nächste Quartalsbericht in den Mittelpunkt. Er dürfte zeigen, wie belastbar die Bilanz noch ist – und ob die jüngsten Sparmaßnahmen wirklich greifen. Entscheidend ist dabei weniger die Schlagzeile zum Ergebnis, sondern der Blick auf die Liquidität.
Verlust, Abschreibung, hohe Schulden
Im dritten Quartal 2025 meldete Beyond Meat einen operativen Verlust von 112,3 Mio. US-Dollar. Darin enthalten war eine größere, nicht zahlungswirksame Wertminderung von rund 77,4 Mio. US-Dollar auf langlebige Vermögenswerte. Das deutet auf interne Anpassungen bei den Wachstumserwartungen hin.
Für Aktionäre bleibt vor allem die Kassenlage der Prüfstein:
- Liquide Mittel (27. September 2025): 131,1 Mio. US-Dollar
- Gesamtschulden (Ende Q3): rund 1,2 Mrd. US-Dollar
- Kernrisiko: Tempo des Mittelabflusses (Cash Burn)
Im Fokus steht, ob Kostenkürzungen und Optimierungen in der Lieferkette den Kapitalabfluss im vierten Quartal spürbar gebremst haben.
Gegenwind im Markt für Alternativproteine
Der Markt für pflanzenbasierte Fleischalternativen kämpfte 2025 weiter mit Hürden. Branchendaten verwiesen auf eine hohe Preissensibilität der Kunden und darauf, dass die Probierquote bei Plant-Based-Produkten nicht weiter zulegte. In den ersten neun Monaten 2025 sank der Umsatz im Jahresvergleich um 14% auf 214 Mio. US-Dollar – passend zu diesem Umfeld.
Das Management hatte zuletzt eine „mehrgleisige Sanierungsstrategie“ betont. Sie zielt auf drei Punkte:
– Falschaussagen zu gesundheitlichen Vorteilen der Produkte kontern
– Vertriebskanäle im US-Einzelhandel wieder stärken
– Betriebskosten deutlich senken
Ob diese Maßnahmen tatsächlich Wirkung zeigen, dürfte ein zentrales Thema der nächsten Telefonkonferenz sein.
Worauf der Markt bis Ende Februar schaut
Für heute sind laut Text keine konkreten Nachrichten zu erwarten, die starke Ausschläge auslösen. Stattdessen konzentriert sich der Blick auf die nächsten Auslöser: Kann Beyond Meat den Cash Burn im vierten Quartal sichtbar bremsen? Genau das soll der nächste Bericht beantworten.
- Q4-Zahlen (voraussichtlich Ende Februar): Ein Termin ist noch nicht offiziell bestätigt, historische Muster deuten aber auf spät im Februar hin (geschätzt um den 25. Februar).
- Liquidität und Finanzierung: Updates zur Schuldensteuerung oder möglichen Kapitalmaßnahmen würden besonders genau gelesen.
- Ausblick für 2026: Erwartet werden konkrete Umsatzziele, die auf eine Stabilisierung der Nachfrage nach dem Rückgang 2025 hindeuten könnten.
Die Aktie bleibt damit vor allem ein Vertrauens- und Liquiditätsthema: Die nächsten Finanzangaben müssen zeigen, ob sich der Mittelabfluss stabilisiert, bevor die Liquidität zum Engpass wird.
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