Beyond Meat setzt die Neuordnung seiner Führungs- und Finanzstruktur fort. Gestern installierte der Fleischersatz-Produzent nicht nur einen neuen Chefbuchhalter, sondern weitete auch die Sicherheiten für seine Gläubiger aus. Angesichts der hohen Schuldenlast und früherer Mängel im internen Kontrollsystem sind diese Schritte von strategischer Bedeutung für die Stabilisierung des Unternehmens.
Das Management ernannte Tony Kalajian mit sofortiger Wirkung zum neuen Chief Accounting Officer. Er folgt auf Yi (Jevy) Luo, dessen Arbeitsverhältnis zuvor beendet wurde. Lubi Kutua behält seine Position als Finanzvorstand (CFO). Diese Personalentscheidung ist brisant, da Beyond Meat in der Vergangenheit „wesentliche Schwächen“ in den internen Kontrollmechanismen der Finanzberichterstattung eingeräumt hatte. Die Neubesetzung zielt darauf ab, das Vertrauen in die Zahlenwerke wiederherzustellen.
Erweiterte Sicherheiten für Gläubiger
Parallel zur Personalentscheidung passte das Unternehmen seine Kreditstruktur an. Die hundertprozentige Tochtergesellschaft Beyond Meat EU B.V. wurde formell als Garant für die bis 2030 laufenden Wandelanleihen hinzugefügt.
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Durch diese Maßnahme erhalten die Gläubiger nun auch Zugriff auf die Vermögenswerte des europäischen Geschäftszweigs als Sicherheit. Dieser Schritt dient dazu, den Kreditschutz zu erhöhen und die nervöse Gläubigerbasis zu beruhigen. Zum Ende des dritten Quartals 2025 drückte eine Schuldenlast von 1,31 Milliarden US-Dollar auf die Bilanz des Unternehmens.
Skepsis an der Wall Street
Die Maßnahmen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender operativer Verluste und sinkender Umsätze. Zudem hatten die Aktionäre kürzlich einer Erhöhung der genehmigten Aktienanzahl von 500 Millionen auf 3 Milliarden zugestimmt. Dies verschafft dem Management zwar Spielraum für Kapitalerhöhungen, birgt für Bestandsaktionäre jedoch ein massives Verwässerungsrisiko. Die Analystengemeinde bleibt entsprechend pessimistisch: Die Mehrheit der Experten stuft die Aktie weiterhin mit „Sell“ oder „Strong Sell“ ein.
Für Anleger richtet sich der Blick nun auf den 25. Februar 2026. An diesem Datum wird voraussichtlich der Bericht für das vierte Quartal 2025 veröffentlicht. Der Marktkonsens rechnet aktuell mit einem Verlust pro Aktie (EPS) von 0,12 US-Dollar. Diese Zahlen werden zeigen, ob die Restrukturierung erste Früchte trägt.
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