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Beyond Meat Aktie: Herausforderung erkannt?

Mehrere US-Anwaltskanzleien prüfen Beyond Meat auf mögliche Wertpapierverstöße nach einer massiven Wertminderung. Der Aktienkurs ist um über 99% eingebrochen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Mehrere Kanzleien prüfen Wertpapierverstöße
  • Aktienkurs nahe Penny-Stock-Niveau
  • Hohe Wertminderung und Umsatzrückgang im Fokus
  • Quartalszahlen zeigten hohen operativen Verlust

Die Lage für Beyond Meat spitzt sich weiter zu. Mehrere US-Kanzleien prüfen mögliche Wertpapierverstöße, während der Aktienkurs nach einem Absturz von rund 99,5 % gegenüber dem Allzeithoch nahe Penny-Stock-Niveau liegt. Auslöser sind vor allem hohe Wertberichtigungen und verzögerte Zahlen für das dritte Quartal 2025.

Mehrere Kanzleien ermitteln

Am 14. Dezember meldete die auf Anlegerklagen spezialisierte Kanzlei Pomerantz LLP eine Untersuchung im Interesse von Beyond-Meat-Aktionären. Geprüft wird, ob das Unternehmen und bestimmte Führungskräfte Wertpapierbetrug oder unzulässige Geschäftspraktiken begangen haben.

Im Fokus stehen Vorgänge rund um die Bekanntgabe einer wesentlichen, nicht zahlungswirksamen Wertminderung am 24. Oktober. Pomerantz reiht sich damit in eine Gruppe weiterer auf Kapitalmarktrecht spezialisierter Kanzleien ein, darunter:

  • The Schall Law Firm
  • Bronstein, Gewirtz & Grossman LLC
  • Bleichmar Fonti & Auld LLP

Der zunehmende juristische Druck fällt in eine Phase, in der das Vertrauen vieler Investoren bereits stark gelitten hat.

Kursrelevante Ereignisse im Zeitverlauf

Die nun untersuchten Vorgänge lassen sich an einer Reihe von Unternehmensmeldungen und den jeweiligen Kursreaktionen ablesen:

  • 24. Oktober 2025: Beyond Meat kündigt für das dritte Quartal 2025 eine „wesentliche“ nicht zahlungswirksame Wertminderung auf bestimmte langfristige Vermögenswerte an. Die Aktie verliert am Tag der Meldung 23,06 % und schließt bei 2,185 US-Dollar.

  • 3. November 2025: Das Unternehmen verschiebt die angekündigte Veröffentlichung der Q3-Zahlen. Begründung: zusätzlicher Zeitbedarf für die Überprüfung der Wertminderungen. Der Kurs gibt um weitere 16,52 % nach und schließt bei 1,39 US-Dollar.

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  • 10. November 2025: Beyond Meat legt schließlich die Quartalszahlen vor und weist einen operativen Verlust aus, der maßgeblich durch die Wertminderung geprägt ist. Am Folgetag verliert die Aktie nochmals 8,96 %.

Die Abfolge aus Wertminderung, Verzögerung der Berichterstattung und anschließender Verlustmeldung bildet die Grundlage für die nun laufenden Untersuchungen.

Q3 2025: Schwaches Geschäft und hohe Wertminderung

Die Zahlen für das dritte Quartal 2025 unterstreichen die schwierige Lage des Unternehmens.

Rückläufiger Umsatz

  • Nettoumsatz: 70,2 Mio. US-Dollar, ein Rückgang um 13,3 % gegenüber dem Vorjahr
  • Absatzmenge: minus 10,3 % bei den verkauften Produkten
  • Nettoumsatz je Pfund: Rückgang um 3,5 %

Damit zeigt sich sowohl ein Mengen- als auch ein Preiseffekt.

Deutlich niedrigere Marge

  • Bruttogewinn: 7,2 Mio. US-Dollar, was einer Bruttomarge von 10,3 % entspricht (Vorjahr: 14,3 Mio. US-Dollar bzw. 17,7 %)
  • Bereinigtes EBITDA: Verlust von 21,6 Mio. US-Dollar, rund -30,8 % des Nettoumsatzes
  • Nettoergebnis: Verlust von 110,7 Mio. US-Dollar bzw. 1,44 US-Dollar je Aktie

Die Kombination aus sinkendem Umsatz, Margendruck und hoher Wertminderung spiegelt sich in dem hohen Nettoverlust wider.

Ausblick

Mit den parallelen Untersuchungen mehrerer spezialisierter Kanzleien, den anhaltenden operativen Verlusten und der stark geschrumpften Marktkapitalisierung bleibt der Druck auf Beyond Meat hoch. Entscheidend für die weitere Entwicklung werden zum einen die Ergebnisse der rechtlichen Prüfungen, zum anderen die nächsten Quartalszahlen und mögliche Aussagen des Managements zu weiteren Kostenschnitten, Investitionen und Wertberichtigungen sein.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.