Eigentlich sollte ein neues Reinheitszertifikat für mehr als 20 Produkte das angeschlagene Image von Beyond Meat aufpolieren. Hinter den Kulissen kämpft der Hersteller von pflanzlichen Fleischalternativen jedoch mit handfesten existenziellen Problemen. Eine verschobene Jahresbilanz, eine drohende Klage wegen Wertpapierbetrugs und die akute Gefahr eines Nasdaq-Delistings setzen das Management massiv unter Druck.
Buchhaltungs-Chaos und juristischer Druck
Die juristischen und finanziellen Einschläge kommen immer näher. Bereits am Montag musste das Unternehmen die Veröffentlichung seines Jahresberichts für 2025 verschieben. Der Grund dafür ist brisant: Das Management benötigt mehr Zeit zur Überprüfung der Lagerbestände und erwartet eine wesentliche Schwäche bei den internen Finanzkontrollen.
Parallel dazu läuft am kommenden Dienstag (24. März) die Frist für Investoren ab, sich einer Sammelklage wegen Wertpapierbetrugs anzuschließen. Den Verantwortlichen wird vorgeworfen, den Wert bestimmter langfristiger Vermögenswerte zu hoch angesetzt und damit die tatsächliche finanzielle Lage verschleiert zu haben. Eine erhebliche, nicht zahlungswirksame Wertminderung gilt als wahrscheinlich.
Ein Gütesiegel gegen den Abwärtstrend
Inmitten dieser Krise versuchte Beyond Meat am Donnerstag, positive Signale zu senden. Mehr als 20 Produkte erhielten die „Clean Label Project“-Zertifizierung, die Schadstofffreiheit belegt. Dieser Schritt zielt direkt auf die wachsende Skepsis der Verbraucher ab, die pflanzliche Burger zunehmend als hochgradig verarbeitete Industrieprodukte wahrnehmen.
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An der Börse verpufft diese Maßnahme bisher völlig. Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten 76 Prozent ihres Wertes verloren. Mit einem Verlust von 238 Millionen US-Dollar bei einem Umsatz von 291 Millionen US-Dollar im selben Zeitraum spiegelt die Bilanz den breiteren Einbruch im Sektor für pflanzliches Fleisch wider. Die Begeisterung aus der Pandemie-Zeit ist einem scharfen Umsatzrückgang im US-Einzelhandel gewichen.
Der Druck der Börse wächst
Für Anleger rückt nun der kommende Mittwoch in den Fokus. Dann wird Beyond Meat nach Börsenschluss die endgültigen Zahlen für das vierte Quartal präsentieren. Vorläufige Daten deuten auf einen Quartalsumsatz von rund 61 Millionen US-Dollar hin, was den bisherigen Prognosen entspricht. Die Analysten von Mizuho bleiben dennoch pessimistisch. Sie bestätigten ihr „Underperform“-Rating und äußerten Bedenken über den Vorstoß des Unternehmens in den Bereich der Sporternährung, was auf anhaltende Schwächen im Kerngeschäft hindeute.
Am 25. März muss das Management im Rahmen der Telefonkonferenz konkrete Antworten auf die Bilanzprobleme liefern. Gelingt es nicht, das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen und den Aktienkurs nachhaltig über der kritischen Marke von einem US-Dollar zu stabilisieren, rückt der Zwangsabstieg von der Nasdaq-Börse unausweichlich näher.
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