Beyond Meat tauscht erneut einen Topmanager aus. COO Jonathan Nelson verlässt das Unternehmen zum 17. Mai 2026 — und macht damit den nächsten Schritt in einem anhaltenden Umbau der Führungsebene sichtbar.
Externer Turnaround-Experte übernimmt
Nelson tritt nach eigenen Angaben zurück, um eine andere Stelle anzutreten. Inhaltliche Differenzen mit dem Unternehmen schließt Beyond Meat aus. Er hatte den COO-Posten seit Januar 2024 inne.
Seinen Platz übernimmt John Boken, 63, auf Interimsbasis. Boken ist bereits als interimistischer Chief Transformation Officer tätig — ein Mandat, das er über AlixPartners, eine auf Restrukturierungen spezialisierte Beratungsfirma, ausübt. Die COO-Aufgaben kommen nun zur bestehenden Vereinbarung hinzu. An den Honoraren ändert sich nichts.
Das ist bemerkenswert. Ein externer Berater leitet nun sowohl die operative als auch die transformatorische Seite des Unternehmens. Das zeigt, wie tief AlixPartners in die Führungsstruktur eingebettet ist.
Weitere Personalien und schwache Zahlen
Parallel dazu hat Beyond Meat Tony Kalajian als neuen Chief Accounting Officer berufen. Er erhält Aktienoptionen auf rund 238.000 Aktien sowie knapp 180.000 Restricted Stock Units. CFO Lubi Kutua gibt damit seine Rolle als interimistischer Hauptbuchhalter ab, bleibt aber CFO und Treasurer.
Die Personalrochaden fallen in eine schwierige Phase. Die Aktie notiert unter einem Dollar. Im vergangenen Jahr schwankte der Kurs zwischen 0,50 und 7,69 Dollar. Im April reichte das Unternehmen seinen verspäteten Jahresbericht nach — nachdem es Schwächen in der Lagerbuchhaltung eingeräumt hatte.
Umsatzprognose verfehlt Erwartungen
Für das zweite Quartal erwartet Beyond Meat einen Umsatz zwischen 60 und 65 Millionen Dollar. Analysten hatten rund 67 Millionen Dollar auf dem Zettel. Der Nettoverlust sank auf Non-GAAP-Basis auf 46,8 Millionen Dollar, nach 59 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum — ein Fortschritt, aber kein Durchbruch.
Auf der Produktseite plant das Unternehmen für den Sommer den New-York-Launch von „Beyond Immerse“, einer Reihe funktionaler Proteingetränke. Die Drinks richten sich explizit an Nutzer von GLP-1-Medikamenten und sollen über den Getränkedistributor Big Geyser vertrieben werden. Ob das neue Segment die Umsatzlücke schließen kann, wird sich spätestens in den Q3-Zahlen zeigen.
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