Der einstige Highflyer der Lebensmittelbranche kämpft an mehreren Fronten ums Überleben. Während Anwaltskanzleien den Druck durch Sammelklagen erhöhen, versucht Beyond Meat mit einer neuen Produktkategorie die sinkenden Umsätze aufzufangen. Angesichts eines Aktienkurses, der tief in den Penny-Stock-Bereich gerutscht ist, stehen die Zeichen jedoch weiterhin auf Sturm.
Juristischer Druck wächst
Mehrere Kanzleien, darunter The Schall Law Firm, erinnerten gestern an die laufende Sammelklage wegen möglicher Verstöße gegen das Wertpapiergesetz. Im Zentrum der Vorwürfe steht die Bewertung der Vermögenswerte: Die Kläger beschuldigen das Unternehmen, langlebige Wirtschaftsgüter in der Bilanz zu hoch angesetzt zu haben als deren tatsächlicher beizulegender Zeitwert rechtfertigte.
Diese Diskrepanz führte schließlich im November 2025 zu einer massiven, nicht zahlungswirksamen Abschreibung in Höhe von 77,4 Millionen Dollar. Anleger, die im Zeitraum vom 27. Februar bis 11. November 2025 investiert waren und als Hauptkläger fungieren wollen, müssen sich bis zum 24. März 2026 melden.
Diversifizierung gegen den Abwärtstrend
Operativ versucht das Management mit dem neuen Proteingetränk „Beyond Immerse“ eine Diversifizierung jenseits der klassischen Fleischalternativen. Das Produkt wird vorerst exklusiv über die eigene Website vertrieben. Ob dieser strategische Schwenk die Bilanz retten kann, ist angesichts der jüngsten Zahlen fraglich.
In den ersten neun Monaten des Jahres 2025 brach der Umsatz um 14 Prozent ein, nachdem er bereits 2024 um rund 5 Prozent gefallen war. Das sinkende Verkaufsvolumen über alle Kanäle hinweg deutet auf eine spürbare Marktsättigung oder ein schwindendes Konsumenteninteresse an den Kernprodukten hin.
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Absturz zum Penny-Stock
Die finanzielle Realität spiegelt sich schonungslos im Aktienkurs wider. Am Mittwoch schloss das Papier bei nur noch 0,715 Dollar, was einem Tagesverlust von 5,30 Prozent entspricht. Mit einer Marktkapitalisierung von lediglich noch rund 333 Millionen Dollar ist das Unternehmen weit von seinem einstigen Glanz entfernt – das Allzeithoch lag im Juli 2019 bei 234,90 Dollar.
Zusätzlich erschwert die Konkurrenzsituation eine Erholung. Etablierte Riesen wie Coca-Cola, PepsiCo und General Mills verfügen über deutlich größere Forschungsbudgets und Vertriebsnetzwerke, was den Spielraum für Beyond Meat weiter einengt.
Für Anleger bleibt die Situation prekär. Die Kombination aus den juristischen Fristen im März und der anhaltenden operativen Schwäche setzt das Unternehmen unter enormen Zugzwang. Ohne eine fundamentale Stabilisierung der Verkaufszahlen droht dem einstigen Börsenstar die dauerhafte Bedeutungslosigkeit am Kapitalmarkt.
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