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Beyond Meat Aktie: Bremslichter voraus?

Beyond Meat steht unter massivem Verkaufsdruck der Analysten, leidet unter hohen Verlusten und einer angespannten Bilanz. Zusätzliche Risiken ergeben sich aus rechtlichen Untersuchungen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analystenkonsens lautet klar auf Verkauf
  • Hohe Schuldenlast bei geringer Liquidität
  • Rechtliche Untersuchungen belasten Vertrauen
  • Kurs fällt unter wichtige Ein-Dollar-Marke

Die Stimmung rund um Beyond Meat bleibt äußerst angespannt. Nahezu alle großen Analysehäuser raten inzwischen klar zum Verkauf, während sich die fundamentale Lage weiter verschlechtert. Gleichzeitig rücken hohe Schulden, anhaltende Verluste und rechtliche Risiken in den Vordergrund. Wie belastbar ist das aktuelle Geschäftsmodell unter diesen Voraussetzungen?

Analysten ziehen sich zurück

Neun große Brokerhäuser decken die Aktie derzeit ab. Der Konsens lautet „Strong Sell“: Sieben Häuser empfehlen den Verkauf, zwei stufen auf „Halten“. Kaufempfehlungen gibt es aktuell keine.

Besonders deutlich wird Mizuho. Die Analysten senkten ihr Kursziel von 1,50 auf 1,00 US-Dollar und bestätigten das Rating „Underperform“. Begründet wird dies mit wachsender Skepsis, ob Beyond Meat operativ die Wende schaffen kann. Die Aktie eröffnete den Handel am Montag bei 0,98 US-Dollar, rund 5,3 % schwächer als zuvor.

Schwache Zahlen und angespannte Bilanz

Operativ liefert das Unternehmen weiter enttäuschende Daten. Im jüngsten Quartal (Q3) lag der Verlust je Aktie (EPS) bei -0,47 US-Dollar. Die Analystenschätzungen von -0,43 US-Dollar wurden damit leicht verfehlt. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten Marktteilnehmer einen deutlichen Jahresverlust von -2,10 US-Dollar je Aktie.

Die Umsatzentwicklung unterstreicht die Nachfrageprobleme: Die Erlöse sanken im Jahresvergleich um 13,3 %. Gleichzeitig verschärft sich die Liquiditätslage. Beyond Meat verfügt über rund 131 Millionen US-Dollar an Barmitteln, steht jedoch Verbindlichkeiten von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar gegenüber. Dieses Missverhältnis begrenzt den finanziellen Spielraum deutlich und macht zusätzliche Finanzierungsschritte wahrscheinlich.

Rechtliche Risiken rücken in den Fokus

Neben den finanziellen Belastungen kommen rechtliche Themen hinzu. Anfang Januar 2026 gab die Kanzlei Pomerantz bekannt, mögliche Wertpapierverstöße bei Beyond Meat zu untersuchen.

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Auslöser sind Unternehmensangaben aus Ende 2025 zu „wesentlichen Schwächen“ in den internen Kontrollen der Finanzberichterstattung sowie hohe Wertminderungen, die viele Investoren überrascht hatten. Diese Governance-Probleme haben das Vertrauen institutioneller Anleger weiter geschwächt.

Zentrale Kennzahlen im Überblick

  • Aktueller Kurs: ca. 0,97–0,98 US-Dollar (unter 1,00-US-Dollar-Marke)
  • Analystenkonsens: Strong Sell (7 Sell, 2 Hold)
  • Kursziele: Durchschnittlich 1,70 US-Dollar, jüngste Senkung auf 1,00 US-Dollar
  • 52-Wochen-Spanne: 0,50 bis 7,69 US-Dollar
  • Verschuldung: ca. 1,2 Mrd. US-Dollar Schulden vs. ca. 131 Mio. US-Dollar Cash
  • Performance: rund -78 % auf Jahressicht

Verwässerung droht durch Kapitalmaßnahmen

Die jüngsten Unternehmensschritte deuten auf mögliche Verwässerung bestehender Aktionäre hin. Beyond Meat hat ein Formblatt S-3 bei der US-Börsenaufsicht eingereicht. Damit schafft sich das Unternehmen rechtlich die Möglichkeit, neue Aktien oder Schuldtitel auszugeben, um den laufenden Betrieb zu finanzieren.

Zudem wurden Vereinbarungen mit Kreditgebern wie „Unprocessed Foods“ angepasst: Der Ausübungspreis von Warrants wurde von 3,26 auf 1,95 US-Dollar je Aktie gesenkt. Diese Neupreisung spiegelt wider, dass Finanzierungspartner der Aktie auf höheren Kursniveaus derzeit kaum Wert beimessen und begrenzt den kurzfristigen Aufwärtsspielraum weiter.

Belastendes Umfeld an den Märkten

Der Kursrückgang bei Beyond Meat spielt sich vor dem Hintergrund einer generell nervösen Marktstimmung ab. Heute gaben die US-Aktienfutures nach, der Nasdaq-100 lag rund 0,8 % im Minus. Auslöser war unter anderem die Nachricht über eine Untersuchung des US-Justizministeriums gegen Fed-Chef Jerome Powell.

In solch einem risikoscheuen Umfeld trennen sich viele Marktteilnehmer zuerst von spekulativen und unprofitablen Titeln. Beyond Meat fällt klar in diese Kategorie und gerät dadurch zusätzlich unter Verkaufsdruck.

Prekäre Ausgangslage zum Jahresbeginn

Sinkende Umsätze, anhaltend hohe Verluste, ein Schuldenberg von über einer Milliarde US-Dollar, laufende rechtliche Untersuchungen und ein Aktienkurs unter der 1-US-Dollar-Marke ergeben zum Start in das Jahr 2026 ein schwieriges Gesamtbild. Die weitere Entwicklung hängt maßgeblich davon ab, ob Beyond Meat zeitnah Zugang zu frischem Kapital findet und gleichzeitig glaubhaft zeigen kann, dass sich Umsatztrend und Profitabilität stabilisieren lassen.

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