Der Hersteller von pflanzlichen Fleischalternativen kommt nicht zur Ruhe. Nach enttäuschenden Zahlen und erdrückender Schuldenlast droht nun juristischer Ärger durch eine Sammelklage. Die Vorwürfe der Irreführung wiegen schwer und treffen das Unternehmen in einer ohnehin existenzbedrohenden Phase.
Vorwürfe der Täuschung
Gestern, am 25. Januar 2026, wurde bekanntgegeben, dass eine Sammelklage gegen Beyond Meat eingereicht wurde. Im Kern werfen die Kläger dem Unternehmen vor, zwischen Februar und November 2025 falsche und irreführende Angaben zur finanziellen Situation gemacht zu haben.
Der Streitpunkt ist eine nicht zahlungswirksame Abschreibung in Höhe von 77,4 Millionen Dollar im dritten Quartal 2025. Die Klage argumentiert, dass der Buchwert bestimmter Vermögenswerte den tatsächlichen Wert überstieg und das Management es versäumte, diese drohende Wertminderung rechtzeitig zu kommunizieren.
Tiefe Risse in der Bilanz
Die juristischen Probleme sind jedoch nur ein Symptom einer tiefergehenden Krise. Als das Unternehmen im Oktober 2025 erstmals die Notwendigkeit der Abschreibung andeutete, brach der Aktienkurs an einem einzigen Tag um über 23 Prozent ein.
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Die fundamentalen Daten zeichnen das Bild eines Unternehmens, das ums Überleben kämpft:
- Umsatzschwund: Im dritten Quartal 2025 sanken die Erlöse um 13,3 Prozent auf nur noch 70,2 Millionen Dollar.
- Verluste: Dem geringen Umsatz stand ein operativer Verlust von 112,3 Millionen Dollar gegenüber.
- Schuldenberg: Einer Gesamtverschuldung von 1,2 Milliarden Dollar stehen lediglich Barmittel in Höhe von 131,1 Millionen Dollar gegenüber.
Spekulation statt Substanz
Die Aktie selbst hat sich von den Fundamentaldaten entkoppelt und zeigt die typischen Muster eines „Meme-Stocks“. Mitte Oktober trieben Spekulanten den Kurs kurzzeitig von 0,50 Dollar auf fast 8,00 Dollar – ein Anstieg von über 1.000 Prozent ohne operative Rechtfertigung. Diese Gewinne haben sich mittlerweile fast vollständig in Luft aufgelöst. Aktuell notiert das Papier bei rund 0,92 Dollar und damit fast 79 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Das Management verfolgt weiterhin das Ziel, bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 eine positive EBITDA-Run-Rate zu erreichen. Angesichts der schrumpfenden Umsätze und der neuen juristischen Front wirkt dieser Plan jedoch ambitioniert. Anleger haben nun bis zum 24. März 2026 Zeit, sich als Hauptkläger für das Verfahren zu melden, was die Unsicherheit rund um den Titel in den kommenden Wochen hochhalten dürfte.
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