Beyond Meat steht in dieser Woche unter gewaltigem Druck – und das gleich auf mehreren Fronten. Kurs unter einem Dollar, ein verspäteter Jahresbericht, eine Sammelklage und ein Earnings Call: Selten häufen sich so viele kritische Ereignisse in so kurzer Zeit.
Kurs, Klage, Kontrollversagen
Die Aktie notiert bei rund 0,81 US-Dollar und hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 76 Prozent ihres Wertes verloren. Weil der Kurs seit mehr als 30 Handelstagen unter der Ein-Dollar-Marke liegt, hat Nasdaq bereits eine offizielle Delisting-Warnung ausgesprochen. Ein Reverse Stock Split gilt als wahrscheinlichste Gegenmaßnahme – er würde die Notierung formal stabilisieren, ohne die fundamentalen Probleme zu lösen.
Denn die sind erheblich. In den vergangenen zwölf Monaten standen Verluste von 238 Millionen US-Dollar einem Umsatz von 291 Millionen gegenüber. Allein in den ersten neun Monaten 2025 schrumpfte der Umsatz um mehr als 14 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, während sich der operative Verlust auf 203 Millionen Dollar mehr als verdoppelte.
Zusätzlich verzögert das Unternehmen die Einreichung seines Jahresberichts für 2025. Der Grund: Die Bewertung von Lagerbeständen und Abschreibungen auf veraltete Vorräte muss noch einmal geprüft werden. Das Management erwartet eine wesentliche Schwäche in der internen Finanzkontrolle – ein sogenanntes „material weakness“-Eingeständnis. Der Bericht soll bis spätestens 31. März 2026 eingereicht werden.
Vorläufige Zahlen liegen bereits vor: Der Umsatz für das vierte Quartal 2025 wird auf rund 61 Millionen Dollar geschätzt – knapp unter der Analystenerwartung von 62,6 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 werden rund 275 Millionen Dollar ausgewiesen.
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Neue Produkte, alte Probleme
Parallel dazu versucht Beyond Meat, sich neu zu erfinden. Im Januar 2026 brachte das Unternehmen unter dem Namen „Beyond Immerse“ eine Linie pflanzlicher Proteingetränke auf den Markt. Zudem firmiert es inzwischen unter dem Namen „Beyond The Plant Protein Company“. Mizuho bewertet die Aktie weiterhin mit „Underperform“ und sieht in der Expansion ins Segment aktiver Ernährung eher ein Zeichen dafür, dass das Kerngeschäft mit pflanzlichem Fleisch weiter unter Druck steht.
Dieser Druck ist struktureller Natur. Seit dem pandemiebedingten Hoch sind die US-Einzelhandelsumsätze mit pflanzlichem Fleisch deutlich zurückgegangen. Viele Verbraucher betrachten die Produkte inzwischen als hochverarbeitete Lebensmittel, während konventionelles Fleisch durch Subventionen und Skaleneffekte preislich kaum zu schlagen ist.
Eine Woche mit drei Fristen
Am 24. März läuft die Frist für Anleger ab, sich als Hauptkläger in der Sammelklage zu registrieren. Die Klage richtet sich gegen das Unternehmen wegen mutmaßlicher Offenlegungsmängel rund um die Q3-Ergebnisse 2025, als Beyond Meat nicht-zahlungswirksame Wertminderungen von 77,4 Millionen Dollar auf langlebige Vermögenswerte auswies. Einen Tag später, am 25. März, findet nach Börsenschluss der Earnings Call statt – mit dem Fokus auf die Inventarfragen und mögliche Wege zur finanziellen Stabilisierung. Bis zum 31. März muss der vollständige Jahresbericht vorliegen. Drei Fristen, eine Woche.
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