Warren Buffett hat sich zum Jahreswechsel als CEO von Berkshire Hathaway zurückgezogen. Was zunächst wie ein geregelter Führungswechsel aussah, könnte nun ungeahnte Konsequenzen haben. Der neue Chef Greg Abel übernimmt einen Konzern, der plötzlich verwundbar wird – und das liegt ausgerechnet an Buffetts eigener Spenden-Strategie.
Die gefährliche Nebenwirkung der Wohltätigkeit
In seinem Giving-Pledge-Brief von 2010 legte Buffett fest, dass 99 Prozent seiner Berkshire-Aktien binnen zehn Jahren nach Abwicklung seines Nachlasses für philanthropische Zwecke verwendet werden sollen. Das klingt edel, birgt aber ein massives Problem: Die Stimmrechtskontrolle, die das Unternehmen jahrzehntelang vor externem Druck schützte, wird schrittweise verwässert.
Howard Buffett, Warrens Sohn und gemeinsam mit seinen Geschwistern für die Vermögensverteilung zuständig, bestätigte gegenüber CNBC, dass genau das die zentrale Herausforderung darstellt. Sobald die Aktien in fremde Hände gelangen, verliert die Familie die eiserne Kontrolle über den Konzern.
Bitcoin und Aktivisten – neue Ära unter Abel?
Unter Buffetts Ägide lehnte Berkshire jegliche Investition in Kryptowährungen kategorisch ab. Der legendäre Investor bezeichnete Bitcoin wiederholt als wertlos. Doch mit Greg Abel am Ruder mehren sich Spekulationen über einen möglichen Strategiewechsel. Das Unternehmen sitzt auf einem gewaltigen Cash-Berg – und plötzlich fallen alte Tabus.
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Gleichzeitig wächst die Gefahr durch aktivistische Investoren. Was jahrzehntelang undenkbar war, wird nun zum realistischen Szenario: Aus dem sichersten Konzern der Welt könnte ein Übernahmeziel werden. Die schrittweise Auflösung von Buffetts Aktienpaket schafft genau die Lücke, die aggressive Hedge-Fonds suchen.
Was droht den Aktionären?
Die Kombination aus verwässerter Stimmrechtskontrolle, neuem Management und massiven Barreserven macht Berkshire anfällig wie nie zuvor. Aktivisten könnten auf Sonderausschüttungen drängen, strategische Umbauten fordern oder einzelne Unternehmensteile abspalten wollen.
Für Anleger bedeutet das: Die Ära der stabilen, berechenbaren Buffett-Strategie endet endgültig. Was Greg Abel aus diesem Erbe macht – und ob er dem wachsenden Druck standhalten kann – wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
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