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Berkshire Hathaway Aktie: Abel-Debüt enttäuscht

Der operative Gewinn von Berkshire Hathaway sank im vierten Quartal 2025 um 29 Prozent, angetrieben von einer Schwäche im Kerngeschäft mit Versicherungen. Der neue CEO Greg Abel hält an der passiven Kapitalallokation fest.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Starker Gewinneinbruch im Versicherungsgeschäft
  • Cashbestand erreicht neuen Rekordwert
  • Aktienkurs reagiert mit deutlichem Minus
  • Keine Aktienrückkäufe unter neuem CEO

Die Berkshire Hathaway-Aktie ist am Montag unter Druck geraten. Nach Vorlage der Q4-Zahlen und dem ersten Aktionärsbrief von Greg Abel rutschte der Titel zeitweise um fast fünf Prozent ab. Viele Investoren hatten sich vom neuen CEO mehr erhofft.

Der operative Gewinn brach im Schlussquartal 2025 um 29 Prozent auf 10,2 Milliarden Dollar ein. Zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum hatte Berkshire noch 14,56 Milliarden Dollar verdient. Hauptverantwortlich für den Rückgang war das Versicherungsgeschäft, das historisch das Herzstück von Warren Buffetts Imperium bildete.

Versicherungsgeschäft schwächelt deutlich

Besonders dramatisch fiel der Einbruch beim Underwriting aus. Der Gewinn aus der Versicherungszeichnung sackte um 54 Prozent auf nur noch 1,56 Milliarden Dollar ab. Auch die Erträge aus Kapitalanlagen im Versicherungsbereich enttäuschten. Diese Entwicklung dürfte Anleger beunruhigen, die auf Kontinuität nach dem Buffett-Abgang gehofft hatten.

Abel selbst gibt sich langfristig orientiert. In seinem ersten Brief an die Aktionäre betonte der 63-Jährige, dass er im Jahr 2046 „nur einen Bruchteil“ von Buffetts 60-jähriger Amtszeit erreicht haben werde. Der Zeithorizont der Eigentümer reiche über die Amtszeit eines einzelnen Vorstandsvorsitzenden hinaus, schrieb er.

Cashberg wächst auf 373 Milliarden Dollar

Bei einem Punkt bleibt Abel der alten Linie treu: Aktienrückkäufe gab es auch im vierten Quartal keine. Stattdessen wuchs der Cashbestand auf einen Rekordwert von 373 Milliarden Dollar an. Diese Zurückhaltung wirft Fragen auf, zumal viele Investoren auf eine aktivere Kapitalallokation durch den neuen Chef spekuliert hatten.

Die Quartalszahlen markieren einen holprigen Start für Abel. Nach dem Abgang der Investorenlegende Buffett zum Jahresende 2025 waren die Erwartungen hoch. Die schwachen Versicherungserträge und die unverändert passive Haltung bei Rückkäufen dürften jedoch zunächst für Ernüchterung sorgen. Die Reaktion des Marktes zeigt: Anleger wollten mehr sehen.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.