Berkshire Hathaway hat im zweiten Quartal 2026 seine Aktienbeteiligungen deutlich umgeschichtet. Wie aus der Mitte August veröffentlichten 13F-Meldung hervorgeht, reduzierte die Beteiligungsgesellschaft ihre Position bei Bank of America um rund 30,2 Millionen Aktien – zu Kursen zum Quartalsende ein Gegenwert von etwa 1,7 Milliarden Dollar.
Gleichzeitig stockte Berkshire seinen Anteil an Delta Air Lines um 17,5 Millionen Aktien auf, womit die Fluggesellschafts-Position nun bei 57,3 Millionen Aktien liegt.
Größter Zukauf bleibt Alphabet
Die auffälligste Bewegung im Portfolio betrifft jedoch nicht Bank of America oder Delta, sondern Alphabet. Die Offenlegung zeigte hier einen Zuwachs von rund 17 Milliarden Dollar, verbunden mit bereits zuvor bekannt gewordenen Käufen. Damit setzt sich ein Trend fort, den Beobachter seit dem Amtsantritt von Greg Abel als Leiter der Investmenttätigkeit verfolgen: Das nun zweite volle Quartal unter seiner Verantwortung zeigt eine spürbare Neuausrichtung weg von traditionellen Finanzwerten hin zu Technologie- und Transportunternehmen.
Der Umbau vollzieht sich vor dem Hintergrund eines insgesamt rund 299 Milliarden Dollar schweren US-Aktienportfolios. Parallel dazu ging der Bestand an Cash und Schatzwechseln zum 30. Juni auf 364,7 Milliarden Dollar zurück – ein Rückgang von 4 Prozent gegenüber dem Vorquartal und der erste sequenzielle Rückgang seit mehr als drei Jahren.
Für ein Unternehmen, das in den vergangenen Jahren primär als Cash-Sammler auftrat, markiert das einen bemerkenswerten Kurswechsel: Berkshire investiert wieder aktiver, statt Liquidität aufzubauen.
Occidental bleibt Kernbeteiligung
Neben den Verschiebungen bei Bank of America, Delta und Alphabet bestätigte die Offenlegung auch die unverändert hohe Gewichtung von Occidental Petroleum. Berkshire hält demnach 264.941.431 Aktien des Energiekonzerns, was einem Anteil von etwa 26,5 Prozent entspricht. Diese Position blieb im Berichtsquartal stabil und unterstreicht, dass Occidental trotz der Neuausrichtung in anderen Bereichen eine der zentralen Säulen des Portfolios bleibt.
Für Anleger ergibt sich daraus ein differenziertes Bild: Während Berkshire bei klassischen Bankwerten Gewinne mitnimmt, wächst das Engagement in Technologie- und Reisewerten spürbar. Die Reduzierung bei Bank of America dürfte dabei auch als Reaktion auf ein verändertes Chancen-Risiko-Profil im Finanzsektor zu lesen sein, während der Ausbau bei Delta Air Lines auf eine positivere Einschätzung der Reisebranche hindeutet.
Insgesamt zeigt die jüngste Offenlegung, dass sich die Kapitalallokation unter Greg Abel zunehmend von der traditionellen Buffett-Handschrift löst – ohne dass sich das Unternehmen von seinen langjährigen Kernbeteiligungen wie Occidental verabschiedet. Die Kombination aus selektivem Verkauf, gezieltem Zukauf und sinkender Cash-Quote deutet darauf hin, dass Berkshire aktuell mehr Investitionschancen sieht als noch vor einem Jahr.
Berkshire Hathaway-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Berkshire Hathaway-Analyse vom 2. September liefert die Antwort:
Die neusten Berkshire Hathaway-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Berkshire Hathaway-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 2. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Berkshire Hathaway: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
