Beiersdorf stemmt sich mit eigener Finanzkraft gegen den Abwärtstrend. Während das Unternehmen sein Rückkaufprogramm forciert, blicken Analysten mit gemischten Gefühlen auf das wichtige China-Geschäft. Die Diskrepanz zwischen internen Stützungsmaßnahmen und operativen Hürden prägt derzeit das Bild.
Tempo beim Aktienrückkauf
Der Hamburger Konsumgüterriese kaufte allein zwischen dem 18. und 22. Mai 54.584 eigene Anteile über den Handelsplatz Xetra zurück. Damit summiert sich das Volumen seit dem Start Anfang Mai auf insgesamt 162.184 Papiere. Solche Maßnahmen dienen dazu, das Angebot an Aktien zu verknappen und den Kurs mittelbar zu stützen.
China-Geschäft bremst die Euphorie
Die operative Lage in Asien bleibt derweil das Sorgenkind der Marktbeobachter. Bernstein-Analyst Callum Elliott verweist auf ein enttäuschendes Wachstum im chinesischen Online-Handel für Beauty-Produkte. Zwar legte der Sektor im April leicht zu, blieb aber deutlich hinter den Wachstumsraten früherer Perioden zurück.
Bernstein bleibt dennoch bei der Einstufung „Outperform“ mit einem Kursziel von 95 Euro. Im Marktschnitt sind die Erwartungen jedoch etwas gedämpfter. Der Analysten-Konsens von Alphavalue, der die Meinung von 20 Experten zusammenfasst, taxiert den fairen Wert auf 88,37 Euro.
Deutliches Minus seit Jahresbeginn
An der Börse ist von diesem Optimismus derzeit wenig zu spüren. Mit einem aktuellen Kurs von 72,94 Euro notiert die Aktie am Donnerstag nur knapp über ihrem 52-Wochen-Tief. Seit Beginn des Jahres hat das Papier bereits 21,62 Prozent an Wert verloren.
Während die Luxusgüterbranche zuletzt punktuell von positiven Signalen profitierte, muss Beiersdorf die Stabilität seiner Erträge im wettbewerbsintensiven Massenmarkt beweisen. Die kommenden Absatzzahlen aus Fernost entscheiden darüber, ob die aktuelle Bewertung den Boden markiert.
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