Nivea schwächelt, La Prairie bricht ein — und trotzdem hält die Mehrheit der Analysten an Beiersdorf fest. Nach einem holprigen Jahresauftakt signalisiert der Analystenkonsens zum Monatswechsel eine mögliche Bodenbildung bei der DAX-Aktie.
Kursziel deutlich über aktuellem Niveau
15 Analysten haben die Aktie zuletzt bewertet: Sechs empfehlen den Kauf, sieben raten zum Halten, nur zwei zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 85,60 Euro — rund 21 Prozent über dem letzten Schlusskurs von 70,58 Euro. Jefferies und Barclays korrigierten ihre Zielmarken nach den Quartalszahlen leicht nach unten, blieben aber grundsätzlich konstruktiv.
Zweigeteilte Markendynamik
Das erste Quartal lieferte ein widersprüchliches Bild. Der Konzernumsatz sank organisch um 4,6 Prozent auf rund 2,5 Milliarden Euro — angetrieben von gegenläufigen Entwicklungen in den drei Segmenten:
- Nivea verlor organisch 7,0 Prozent. Das Management verweist auf eine hohe Vergleichsbasis und eine laufende Portfoliobereinigung.
- Derma (Eucerin, Aquaphor) wuchs organisch um 8,2 Prozent und bleibt der verlässliche Wachstumstreiber.
- La Prairie rutschte um 14,9 Prozent ab, zeigt laut Unternehmen aber erste Stabilisierungszeichen im Einzelhandel.
Die Derma-Sparte federt die Schwäche der anderen Segmente ab — strukturell ist das kein schlechtes Fundament.
Vorstand hält an Prognose fest
CEO Vincent Warnery setzt auf Volumensteigerung und die sogenannte Rebalancing-Strategie bei Nivea. Erste positive Abverkaufsdaten im Handel stützen diese Richtung. Die Jahresziele bleiben unverändert.
Wie belastbar diese Zuversicht ist, wird sich mit den Halbjahreszahlen im August zeigen — dann muss Nivea liefern.
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