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Symbolbild, KI-generiert

Befesa Aktie: Schulden-Abbau läuft!

Im dritten Quartal 2026 wuchs das bereinigte EBITDA um 9,9 Prozent; die operative Prognoseuntergrenze stieg um 10 Millionen Euro.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Quartals-EBITDA steigt auf 67,8 Millionen Euro
  • Marge verbessert sich auf 22 Prozent
  • Nettoverschuldungsgrad sinkt auf das 2,16-Fache
  • US-Steuergutschrift von rund 26 Millionen erwartet

Befesa hat heute mit dem Quartalsbericht eine operative Verbesserung und Fortschritte beim Schuldenabbau gemeldet. Im dritten Quartal 2026 stieg das bereinigte EBITDA um 9,9% auf 67,8 Millionen Euro. Die höhere Jahresprognose beruht damit nicht allein auf einer erwarteten US-Steuergutschrift: Auch die Untergrenze der operativen Ergebnisprognose wurde angehoben.

Für Anleger ist diese Unterscheidung entscheidend. Das laufende Geschäft liefert höhere Ergebnisse, während der zusätzliche Förderbeitrag noch unter Vorbehalt steht. Die Aktie gewinnt heute 5,4% und reagiert damit positiv auf den Quartalsbericht.

Höhere Marge stärkt das operative Geschäft

Der Quartalsumsatz erreichte 311,6 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge verbesserte sich auf 22%, nach 21% im Vorjahresquartal. Befesa erzielte damit nicht nur mehr Erlöse, sondern behielt davon auch einen größeren Anteil als operatives Ergebnis.

Umsatz und bereinigtes EBITDA übertrafen die Analystenerwartungen. Das spricht dafür, den Bericht nicht ausschließlich als Fördergeschichte zu lesen. Die Ergebnisqualität im laufenden Geschäft hat sich ebenfalls verbessert.

In den ersten neun Monaten 2026 erreichte das bereinigte EBITDA 192 Millionen Euro, ein Plus von 10%. Dabei lieferten die Geschäftsbereiche unterschiedliche Wachstumsbeiträge.

Besonders deutlich legte das Aluminiumgeschäft zu. Das Stahlstaubgeschäft wuchs dagegen moderater und blieb der größere Ergebnislieferant. Der Konzern profitierte somit nicht von einer gleichmäßigen Entwicklung aller Aktivitäten.

Das Aluminium-EBITDA stieg auf 34 Millionen Euro und damit um 51,8%. Im Stahlstaubgeschäft betrug das Ergebnis 158 Millionen Euro.

Cashflow schafft Spielraum beim Schuldenabbau

Der operative Cashflow erreichte in den ersten neun Monaten 2026 insgesamt 128,2 Millionen Euro. Parallel dazu verringerte Befesa seine Nettoverschuldung.

Damit verbindet sich das Ergebniswachstum mit einer stärkeren finanziellen Basis. Für die Einordnung ist das wichtig: Höhere Gewinne allein würden den finanziellen Handlungsspielraum weniger deutlich verbessern, wenn die Verschuldung unverändert bliebe.

Ende September lag die Nettoverschuldung bei 563,7 Millionen Euro. Der Nettoverschuldungsgrad sank auf das 2,16-Fache, verglichen mit dem 2,59-Fachen im Vorjahr.

Befesa erwartet zum Jahresende eine weitere Entlastung. Zugleich stellt das Unternehmen für das kommende Jahr zusätzliche Ausschüttungen aus überschüssigen Barmitteln in Aussicht. Das bleibt eine Erwartung und ist noch keine beschlossene Auszahlung.

Prognose trennt Geschäft und Förderung

Ohne die US-Steuergutschrift erwartet Befesa für 2026 ein bereinigtes EBITDA von 260–270 Millionen Euro. Die Untergrenze liegt damit um 10 Millionen Euro höher als bisher.

Der operative Ausblick wurde also auch unabhängig von der Förderung verbessert. Für die Bewertung der gesamten Prognose müssen Anleger dennoch zwischen dem laufenden Geschäft und dem erwarteten Sondereffekt unterscheiden.

Unter Einbeziehung der Gutschrift nach Section 45X stellt Befesa ein bereinigtes EBITDA von 286–296 Millionen Euro in Aussicht. Der erwartete Förderbeitrag beträgt rund 26 Millionen Euro.

Der Antrag wurde im Oktober eingereicht und steht unter dem Vorbehalt einer US-Steuerprüfung. Befesa erwartet die Ergebniserfassung im Schlussquartal und den ersten Mittelzufluss im ersten Halbjahr 2027.

UBS-Analyst Olivier Calvet hob seine Schätzungen wegen der voraussichtlichen US-Steuerrückzahlung an. Das Kursziel stieg von 50 auf 55 Euro, die Kaufempfehlung blieb bestehen.

Die positive Einordnung hat damit zwei Grundlagen: eine bessere operative Entwicklung und die erwartete Förderung. Belastbarer ist bereits die Verbesserung bei Marge und Verschuldung; der zusätzliche Steuerbeitrag muss noch bestätigt werden.

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