BBVA legt an einem einzigen Tag gleich zwei schwergewichtige Nachrichten vor: Die spanische Großbank meldet einen kräftigen Gewinnsprung fürs erste Halbjahr und tauscht zeitgleich ihren Finanzchef aus. Für Anleger ergibt sich damit ein ungewöhnlich dichtes Update — Zahlen und Personalie an einem Vormittag.
Starkes erstes Halbjahr
Im ersten Halbjahr 2026 erzielte BBVA einen Nettogewinn von 6,05 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum, währungsbereinigt waren es 10,0 Prozent. Der Zinsüberschuss kletterte auf 15,16 Milliarden Euro, ein Anstieg von 20,3 Prozent.
Die Provisionserträge legten mit 15,8 Prozent auf 4,57 Milliarden Euro sogar noch stärker zu — ein Hinweis darauf, dass nicht nur das klassische Kreditgeschäft, sondern auch das Gebührengeschäft rund läuft. Im zweiten Quartal allein stieg der Nettogewinn um 11,4 Prozent auf 3,06 Milliarden Euro, während der Zinsüberschuss um 22,9 Prozent auf 7,63 Milliarden Euro zulegte. Der Vorstand sieht die Bank damit auf Kurs, die Ziele des Strategieplans für die Periode 2025 bis 2028 zu erreichen.
Parallel zu den Zahlen kündigte BBVA ein neues außerordentliches Aktienrückkaufprogramm über 2 Milliarden Euro an. Die erste Tranche über 1 Milliarde Euro startet am 5. August. Vor der Veröffentlichung der Zahlen hatte die Aktie an der Bolsa de Madrid zuletzt bei 22,82 Euro geschlossen, ein Minus von 1,85 Prozent.
Führungswechsel im Zuge der Umstrukturierung
Noch am Vorabend hatte BBVA für Aufsehen gesorgt: Gonzalo Rodriguez, bislang Leiter des spanischen Privatkundengeschäfts, übernimmt den Posten des Finanzchefs. Er ersetzt Luisa Gomez Bravo, die das Amt erst 2023 angetreten hatte. Die Bank ordnet den Wechsel in eine breitere Umstrukturierung des Führungsteams ein — Gomez Bravo gehört demnach zu einer Gruppe von Managern, die ihre Ämter niederlegen.
Konkrete Gründe für den Rückzug von Gomez Bravo nannte BBVA nicht. Die Personalie fällt in eine Phase, in der das Institut operativ so stark dasteht wie selten zuvor — ein Kontrast, der bei einem Führungswechsel dieser Größenordnung selten ausbleibt.
Mit dem Start der ersten Rückkauf-Tranche am 5. August und dem Amtsantritt von Rodriguez als neuem Finanzchef stehen zwei konkrete Termine fest, an denen sich zeigen wird, wie das Institut die neue Führungskonstellation operativ umsetzt.
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