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BayWa Aktie: Unsichere Bedingungen!

Das Sanierungskonzept des BayWa-Konzerns gerät ins Stocken, da die für die Entschuldung zentrale Tochter BayWa r.e. Planziele verfehlt. Drei Aufsichtsräte treten zurück und der Jahresabschluss verzögert sich.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • BayWa r.e. verfehlt Planung in USA und Europa
  • Drei Aufsichtsratsmitglieder treten zeitgleich zurück
  • Jahresabschluss 2025 verzögert sich deutlich
  • Krisengespräche mit Banken und Gläubigern laufen

Der Münchener Mischkonzern hat am Wochenanfang per Ad-hoc-Mitteilung eingeräumt, dass das Sanierungskonzept ins Stocken gerät. Ausgerechnet die Ökostrom-Tochter BayWa r.e., deren Verkauf bis Ende 2028 eine tragende Säule der Entschuldung darstellt, entwickelt sich deutlich schlechter als geplant. Nun laufen Krisengespräche mit Banken und Hauptaktionären – während drei Aufsichtsräte das sinkende Schiff verlassen.

Die Fakten:
* BayWa r.e. verfehlt Planung wegen schwieriger Marktbedingungen in USA und Europa
* Verkaufserlöse könnten niedriger ausfallen als im Sanierungsgutachten kalkuliert
* Drei Aufsichtsratsmitglieder, darunter CSU-Politikerin Monika Hohlmeier, treten zurück
* Jahresabschluss 2025 verzögert sich voraussichtlich über den 30. April hinaus

Herzstück der Sanierung unter Druck

Die BayWa r.e. AG sollte dem Konzern den Weg aus der Schuldenkrise ebnen. Veränderte Rahmenbedingungen auf beiden Seiten des Atlantiks machen der Ökostrom-Sparte nun einen Strich durch die Rechnung. Da der geplante Verkauf bis 2028 ein zentraler Baustein des Entschuldungskonzepts ist, gefährden geringere Erlöse die gesamte Finanzierungsarchitektur.

Der Vorstand hat umgehend Gespräche mit den Finanzpartnern aufgenommen, um Anpassungen des Konzepts zu sondieren. Wie diese konkret aussehen könnten, ließ die Mitteilung vom 2. Februar offen. Klar ist: Die Gläubiger werden genau prüfen, ob und unter welchen Bedingungen sie einer Neuausrichtung zustimmen.

Personelle Brüche im Aufsichtsrat

Parallel zum operativen Gegenwind formiert sich der Aufsichtsrat neu. Mit Monika Hohlmeier und Michael Höllerer verlassen gleich drei Mitglieder das Kontrollgremium. Die Mandate enden zwischen März und Mai. Marktbeobachter werten den gleichzeitigen Abgang als Signal für die angespannte Lage und mögliche Meinungsverschiedenheiten über den weiteren Kurs.

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Zahlen lassen auf sich warten

Die operativen Abweichungen ziehen auch formale Konsequenzen nach sich. BayWa stellte in Aussicht, dass der Konzernabschluss für 2025 nicht wie vorgesehen bis spätestens 30. April vorliegen wird. Für Anleger bedeutet das eine verlängerte Hängepartie ohne verlässliche Zahlen – und damit ohne klare Basis für eine Neubewertung der Aktie.

Am Freitag schloss das Papier im Tradegate-Handel bei 3,26 Euro. Nach dem anfänglichen Kursrutsch zu Wochenbeginn stabilisierte sich der Kurs leicht, bleibt aber unter Druck.

Bankengespräche werden entscheidend

In den kommenden Wochen entscheidet sich, ob die Gläubiger bereit sind, das Sanierungskonzept anzupassen, ohne den Aktionären harte Einschnitte aufzuerlegen. Zudem bleibt abzuwarten, wann der Konzern einen konkreten Termin für die Vorlage der 2025er-Zahlen nennt. Bis dahin dürfte die Unsicherheit das Papier belasten.

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Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.