Am kommenden Donnerstag legt BayWa die Quartalszahlen für 2025 vor. Für den Konzern geht es an diesem Termin um weit mehr als reine Buchhaltung. Die Gläubigerbanken machen die Verlängerung der lebenswichtigen Stillhaltevereinbarung bis Herbst 2026 direkt von diesem Bericht abhängig.
US-Regulierung entwertet Energiesparte
Das Kernproblem der laufenden Restrukturierung liegt im Geschäft mit erneuerbaren Energien. Ursprünglich kalkulierte das Management mit Erlösen von 1,7 Milliarden Euro aus dem Verkauf der 51-prozentigen Beteiligung an BayWa r.e. Diese Pläne haben sich durch das politische Umfeld in den USA zerschlagen.
Nachdem bereits Anfang 2025 Fördermittel für erneuerbare Energien eingefroren wurden, hob die US-Umweltbehörde EPA im Februar 2026 zusätzlich die rechtliche Grundlage für bundesstaatliche Treibhausgasvorschriften auf. Die erzielbaren Verkaufspreise für die Energietochter sind infolgedessen stark eingebrochen.
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Obstverkauf und harter Sparkurs
Um die verbleibende Finanzierungslücke von 2,7 Milliarden Euro zu verkleinern, rückt nun der geplante Verkauf der neuseeländischen Obsthandelstochter T&G Global in den Vordergrund. Insidern zufolge könnte die Veräußerung rund 300 Millionen Euro in die Sanierung spülen. Gemessen am Gesamtbedarf ist dies ein begrenzter Beitrag, auch wenn durch den Verkauf der Handelstochter Cefetra bereits 1,3 Milliarden Euro an Schulden abgebaut wurden.
Parallel schrumpft das Unternehmen strukturell. Die operativen Anpassungen bis zum Jahr 2027 umfassen:
* Abbau von 1.300 Stellen
* Schließung von 26 Niederlassungen
* Reduzierung des Umsatzes auf rund 10 Milliarden Euro
* Senkung des bereinigten EBITDA-Ziels auf 140 Millionen Euro
Die anstehenden Zahlen am 26. März werden erstmals das volle Ausmaß der Abschreibungen auf die Energiesparte offenlegen. Gelingt es dem Management nicht, die Banken von einer Verlängerung der Stillhaltevereinbarung zu überzeugen, muss umgehend ein vollständig neues Sanierungskonzept ohne die fest eingeplanten Milliarden aus dem US-Geschäft erarbeitet werden. Die anhaltende Unsicherheit lastet auf dem Wertpapier, das heute um 3,64 Prozent auf 14,55 Euro nachgab.
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