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Symbolbild, KI-generiert

BayWa Aktie: Sanierungsfrist bis Ende 2030

BayWa einigt sich mit Gläubigern auf verlängerte Sanierung bis 2030, nachdem der Verkauf der Ökostromtochter weniger einbringt als erwartet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sanierungsfrist bis 2030 verlängert
  • Verkaufserlös für BayWa r.e. halbiert
  • Großaktionäre stellen Kapitalerhöhung bereit
  • Aktie verliert seit Jahresbeginn 38 Prozent

Drei Jahre mehr Zeit, aber auch drei Jahre mehr Unsicherheit. BayWa hat sich mit seinen Finanzierungspartnern und Großaktionären auf ein neues Sanierungskonzept geeinigt. Der Grund: Der geplante Verkauf der Ökostromtochter BayWa r.e. bringt deutlich weniger Geld als gedacht.

Weniger Erlös, mehr Zeit

Ursprünglich sollte die Sanierung Ende 2027 abgeschlossen sein. Jetzt reicht die Frist bis Ende 2030. Der Auslöser liegt beim Verkauf der Ökostromsparte BayWa r.e.

Geplant waren Erlöse von 1,7 Milliarden Euro. Jetzt rechnet der Konzern nur noch mit bis zu 900 Millionen Euro. Diese Summe soll an die Gläubiger fließen und einen Teil der Schulden tilgen.

Um das Eigenkapital zu stärken, wandelt BayWa Finanzverbindlichkeiten von bis zu 700 Millionen Euro in ein nachrangiges Instrument um. Die beiden Großaktionäre Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG und Raiffeisen Agrar Invest AG halten zusammen rund 67,1 Prozent der Aktien. Sie sollen ihre Anteile treuhänderisch übertragen und bis 2029 mindestens 220 Millionen Euro für eine Kapitalerhöhung bereitstellen.

Die Einigung ist bisher nur eine Grundsatzverständigung. Die Gremien der beteiligten Parteien müssen noch zustimmen. Bis Herbst 2026 soll daraus eine rechtsverbindliche Vereinbarung werden.

Fokus auf das Kerngeschäft

BayWa will sich künftig stärker auf die Segmente Agrar, Technik und Baustoffe konzentrieren. Bayerns Genossenschaftspräsident Stefan Müller verteidigte diesen Kurs in einem Interview und forderte eine Rückbesinnung auf die traditionellen Wurzeln des Konzerns.

Ein Beispiel für das operative Geschäft: Am Freitag gab BayWa die Neueröffnung des modernisierten Baustoffstandorts in Bad Brückenau bekannt. Die eigentliche Eröffnung fand bereits am 3. und 4. Juli statt.

Aktie bleibt unter Druck

Die BayWa-Aktie schloss am Freitag bei 10,40 Euro, ein Rückgang von 1,89 Prozent zum Vortag. Seit Jahresanfang hat das Papier 38,10 Prozent verloren. Der Kurs liegt damit 56,49 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 23,90 Euro vom Dezember 2025.

Die 30-Tage-Volatilität liegt bei 71,47 Prozent. Das zeigt: Der Markt bleibt bei BayWa extrem nervös.

Die eigentliche Arbeit beginnt jetzt. Erst wenn die Gremien zustimmen und die Vereinbarung bis Herbst 2026 rechtsverbindlich wird, zeigt sich, ob der verlängerte Sanierungsplan tatsächlich trägt.

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