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Symbolbild, KI-generiert

BayWa Aktie: Millionen aus Teilverkauf!

BayWa erhält über 100 Millionen Euro aus Teilverkauf, doch die strukturelle Finanzierungslücke von 2,7 Milliarden Euro bleibt bestehen. Die Sanierung hängt von der Banken-Zustimmung ab.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Über 100 Mio. Euro aus Verkauf der Getreidesparte
  • Strukturelle Finanzierungslücke von 2,7 Mrd. Euro offen
  • Sanierungsplan benötigt Verlängerung der Stillhaltevereinbarung
  • Radikaler Umbau mit Fokus auf vier Kernbereiche geplant

Frisches Geld fließt auf die Konten, aber die große Erleichterung bleibt aus. Der Agrarkonzern BayWa erhält bis Ende April gut 100 Millionen Euro aus dem Verkauf der Getreidetochter Cefetra und anstehenden Darlehensrückzahlungen. Die Aktie reagierte am Freitag mit einem Kurssprung von über sechs Prozent auf 14,00 Euro.

Die Millionensumme dient primär als Verhandlungsmasse im zähen Ringen mit den Gläubigern. Zwar sinken die Bankkredite der Gruppe durch den Deal spürbar. Die strukturelle Finanzierungslücke von 2,7 Milliarden Euro schließt das allerdings nicht. Diese Lücke klafft im Sanierungskonzept, seit der Teilverkauf der Energiesparte gescheitert ist.

Das eigentliche Schicksal des Unternehmens liegt nun bei DZ Bank und HVB. Verlängern die beiden Institute die Stillhaltevereinbarung nicht bis Herbst 2026, verliert der gesamte StaRUG-Sanierungsplan seine rechtliche Grundlage.

Zähe Suche nach Käufern

Als nächster Verkaufsbaustein rückt die neuseeländische Obsthandelstochter T&G Global in den Mittelpunkt. Goldman Sachs soll bei der Veräußerung der knapp 74-prozentigen Mehrheitsbeteiligung helfen. Im Gegensatz zum Mutterkonzern schreibt T&G schwarze Zahlen und gilt dank bekannter Apfelmarken als attraktiv.

Hinter den Kulissen bremst ein Minderheitsaktionär aus Hongkong den Prozess. Marktbeobachter schätzen die möglichen Erlöse auf rund 300 Millionen Euro. Das würde die massive Finanzierungslücke nur marginal verkleinern.

Radikaler Umbau im Kerngeschäft

Intern treibt das Management den radikalen Umbau voran. Bis Ende 2028 will sich BayWa auf vier Kerngeschäftsfelder konzentrieren und den Umsatz auf etwa zehn Milliarden Euro eindampfen. Dafür fallen rund 1.300 Stellen weg.

Der Aktienkurs spiegelt diese harte Realität wider. Auf Jahressicht beläuft sich das Minus auf über 21 Prozent. Mit einem aktuellen Abstand von gut 17 Prozent zur 200-Tage-Linie bleibt das übergeordnete Bild technisch angeschlagen.

Auf belastbare Zahlen müssen Investoren lange warten. Der testierte Konzernabschluss für 2025 erscheint wegen komplexer Neubewertungen erst im vierten Quartal 2026. Bis dahin bleibt der Verkauf weiterer Unternehmensteile der einzige Hebel, um die Verhandlungsposition gegenüber den Banken zu stützen.

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