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BayWa Aktie: Die nächste Stufe?

Der Agrarhändler BayWa steht vor einer ungewissen Zukunft: Aktionärsschützer klagen, die Finanzaufsicht ermittelt und im Sanierungsplan fehlen 2,7 Milliarden Euro.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sammelklagen von Aktionären angekündigt
  • Ermittlungen gegen Wirtschaftsprüfer PwC
  • Milliardenloch im Sanierungskonzept
  • Banken fürchten Kreditausfälle

Die Einschläge beim Agrarhandelskonzern BayWa kommen näher. Aktionärsschützer bereiten Sammelklagen vor, die Finanzaufsicht ermittelt und im Sanierungsplan klafft ein Milliardenloch. An der Börse ignorieren Marktteilnehmer diese Gemengelage am Freitag vorerst. Die Aktie springt um fast zehn Prozent auf 14,35 Euro. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier allerdings ein Minus von rund 14 Prozent. Das Misstrauen sitzt tief.

Sammelklagen und Prüfer im Visier

Die Tübinger Kanzlei TILP formiert derzeit geschädigte Aktionäre. Grundlage ist eine Rüge der Finanzaufsicht BaFin. Die Behörde stellte fest: BayWa verschwieg im Lagebericht 2023 wesentliche Details zu einem Milliardenkredit sowie Refinanzierungsrisiken einer Anleihe über 500 Millionen Euro.

Das hat Folgen für den Wirtschaftsprüfer PricewaterhouseCoopers. PwC hatte den Abschluss ohne Einschränkungen testiert. Nun ermittelt die Abschlussprüferaufsichtsstelle Apas. BayWa beendet die Zusammenarbeit und prüft Schadenersatzforderungen. PwC testiert letztmalig das Jahr 2025. Dieser Bericht verzögert sich bis Ende 2026. Der Grund: BayWa muss die Energietochter komplett neu bewerten.

Banken bangen um ihre Kredite

Die Krise trifft die wichtigsten Eigentümer hart. Bayerische Genossenschaftsbanken halten BayWa-Schuldscheindarlehen im Wert von rund 200 Millionen Euro. Bereits vor einem Jahr schrieben sie darauf 60 Prozent ab. Nun empfiehlt der Genossenschaftsverband Bayern weitere Sicherheitspuffer.

Im schlimmsten Fall droht der Totalausfall. Eine Existenzgefahr für die 175 regionalen Institute besteht laut Verband nicht. Keine Primärbank gerät durch die BayWa-Krise in eine Schieflage.

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Milliardenlücke im Sanierungsplan

Operativ kämpft das Management mit einer gewaltigen Finanzierungslücke. Im Sanierungskonzept fehlen 2,7 Milliarden Euro. Bislang baute BayWa durch Verkäufe knapp 1,3 Milliarden Euro an Schulden ab. Das Ziel liegt bei vier Milliarden Euro.

Parallel dazu baut der Konzern den Aufsichtsrat um. Mehrere Mitglieder verlassen das Gremium bis Ende Mai. Die Nachfolge ist offen. Die Folge: Der Aufsichtsrat senkte die Genehmigungsschwelle für Transaktionen von 200 auf 50 Millionen Euro. Das Management verliert massiv an Spielraum.

Das Schicksal des Agrarkonzerns entscheidet sich in den kommenden Wochen. DZ Bank und HVB stimmen über die Verlängerung der Stillhaltevereinbarung ab. Lehnen die Kernbanken ab, verliert der laufende StaRUG-Plan sofort seine rechtliche Grundlage. Stimmen sie zu, gewinnt BayWa wertvolle Zeit bis zum Herbst 2026.

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