Der Weg aus der Krise erweist sich für den Konzern als steiniger als gedacht. Weil das Geschäft mit erneuerbaren Energien deutlich unter den Erwartungen bleibt, muss das bisherige Sanierungskonzept grundlegend überarbeitet werden. Das bringt den Zeitplan durcheinander und zwingt das Management zurück an den Verhandlungstisch mit den Geldgebern.
US-Rückzug und Gewinneinbruch
Ursächlich für den Rückschlag ist die Tochtergesellschaft BayWa r.e. Veränderte wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen zwingen den Projektentwickler zu einem drastischen Schritt: dem weitgehenden Rückzug aus dem US-Markt. Der Fokus liegt künftig auf Europa. Das hinterlässt tiefe Spuren in den Prognosen. Statt der ursprünglich angepeilten 230 Millionen Euro für 2028 rechnet der Vorstand nun nur noch mit einem operativen Ergebnis (EBITDA) von 150 Millionen Euro für das Jahr 2030.
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Verzögerungen belasten den Konzern
Diese Zahlen durchkreuzen die ursprüngliche Rettungsstrategie. Das alte Gutachten vom Juni 2025 kalkulierte noch mit Verkaufserlösen von rund 1,7 Milliarden Euro für die r.e.-Beteiligung bis Ende 2028. Angesichts der gekappten Gewinnziele rückt diese Summe in weite Ferne. Zudem verschiebt sich die vollständige Sanierung der Tochter um zwei Jahre auf 2030. Um den nötigen Spielraum für ein neues Finanzierungskonzept zu erhalten, verhandelt das Unternehmen derzeit mit Kernbanken und Hauptaktionären über eine Stillhaltevereinbarung bis Herbst 2026.
Kerngeschäft federt ab
Einen kompletten Stillstand verhindert derzeit das Kerngeschäft. Laut Vorstand laufen die traditionellen Segmente sowie das operative Tagesgeschäft der Muttergesellschaft planmäßig. Auch die Liquidität sei von den Problemen der Energietochter nicht negativ betroffen. Die komplexe Neubewertung der Beteiligungen zieht jedoch handfeste buchhalterische Konsequenzen nach sich. Die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2025 verzögert sich erheblich und ist nun erst für das vierte Quartal des laufenden Jahres angesetzt.
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