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BayWa Aktie: 2,7 Milliarden Euro Finanzierungsloch

Der Agrar- und Energiekonzern BayWa kämpft mit einem Finanzierungsdefizit von 2,7 Milliarden Euro und staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gegen frühere Führungskräfte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Fehlende 2,7 Milliarden Euro im Sanierungsplan
  • Ermittlungen gegen Ex-Vorstände wegen Untreue
  • Drei neue Aufsichtsrätinnen bestellt
  • Aktie trotz Tagesplus mit Jahresminus von 23%

Bei der BayWa türmen sich die Krisenherde. Ein klaffendes Milliardenloch im Sanierungsplan, staatsanwaltschaftliche Ermittlungen gegen Ex-Manager und ein personeller Umbruch im Aufsichtsrat setzen den Agrar- und Energiekonzern unter enormen Druck. Das gesamte Konstrukt wackelt bedenklich.

Aktuellen Berichten zufolge fehlt im Sanierungsplan derzeit eine Finanzierung von rund 2,7 Milliarden Euro. Hauptgrund dafür sind Verzögerungen beim geplanten Verkauf der Ökostromtochter BayWa r.e. sowie ein schwieriges Marktumfeld. Die finanzierenden Banken fordern als Reaktion harte operative Einschnitte.

Das Kontrollgremium zieht die Zügel bereits an. Die Schwelle für zustimmungspflichtige Vorstandsgeschäfte wurde drastisch gesenkt. Indes ordnete ein Gericht die Berufung von drei neuen Aufsichtsrätinnen an. Dr. Ines Kapphan, Solveig Menard-Galli und Christine Rittner-Koch sollen frische Expertise in den Bereichen Digitalisierung und Agrarsteuerung einbringen. Sie rücken für im Frühjahr zurückgetretene Mitglieder nach.

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Abseits der operativen Probleme holt die Vergangenheit den Konzern ein. Die Staatsanwaltschaft München I ermittelt gegen den früheren Vorstandschef Marcus Pöllinger und seinen Vorgänger Klaus Josef Lutz. Im Raum steht der Verdacht der Untreue im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss 2023. Diese juristische Hängepartie erschwert die laufenden Verhandlungen über eine langfristige Durchfinanzierung bis 2028 massiv.

Am Aktienmarkt herrscht angesichts dieser Gemengelage extreme Volatilität. Zwar kletterte der Kurs am Freitag um 4,4 Prozent auf 12,95 Euro. Auf Jahressicht steht für das angeschlagene Papier jedoch weiterhin ein Minus von rund 23 Prozent an der Kurstafel.

Am 26. Mai legt das Management die Zahlen für das erste Quartal vor. Marktteilnehmer erwarten an diesem Tag zwingend konkrete Details zum aktuellen Stand des StaRUG-Verfahrens. Auch Fortschritte bei den dringend benötigten Asset-Verkäufen müssen dann auf dem Tisch liegen.

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