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Bayer: Vorratsbeschluss für sieben Milliarden Euro

Bayer sichert sich sieben Milliarden Euro für mögliche Glyphosat-Einigung. Supreme Court verhandelt über Roundup-Klagen, während Pharma-Sparte positive Studiendaten liefert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vorratsbeschluss für bis zu sieben Milliarden Euro
  • Supreme Court verhandelt über Roundup-Klagen
  • Pharma-Wirkstoff Asundexian senkt Schlaganfallrisiko
  • Aktie verzeichnet 78 Prozent Plus in zwölf Monaten

Bayer sichert sich einen massiven finanziellen Puffer. Auf der Hauptversammlung stimmten die Aktionäre einem weitreichenden Vorratsbeschluss zu. Das Management bereitet sich damit auf das mögliche Ende der US-Rechtsstreitigkeiten vor.

Vollmacht für den juristischen Schlussstrich

Die Anteilseigner erteilten dem Vorstand eine klare Erlaubnis. Bayer darf jederzeit neue Aktien ausgeben. Damit kann der Konzern bis zu sieben Milliarden Euro erlösen. Aktuell plant das Management keine sofortige Kapitalerhöhung. Das frische Geld soll fließen, falls eine außergerichtliche Einigung im Glyphosat-Streit gelingt.

Die Stimmung auf dem Aktionärstreffen blieb dennoch angespannt. Marc Tüngler von der Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz fasste die Lage zusammen. Die Aktionäre steckten „zwischen Hölle und Hoffnung“. Die Nachwehen der Monsanto-Übernahme belasten die Investoren schwer. Immerhin beschloss die Versammlung eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie für das abgelaufene Jahr.

Supreme Court prüft Glyphosat-Klagen

Der Vorratsbeschluss hängt direkt mit dem obersten US-Gericht zusammen. Am 27. April verhandelt der Supreme Court über den Unkrautvernichter Roundup. Bayer will staatliche Klagen wegen fehlender Krebswarnhinweise endgültig stoppen. Das Argument: Die US-Umweltbehörde EPA forderte keine solchen Warnungen. Bundesrecht breche in diesem Fall Landesrecht.

Das US-Justizministerium unterstützt diese Sichtweise. Ein Urteil zugunsten der Leverkusener könnte über 65.000 offenen Klagen die rechtliche Basis entziehen. Parallel dazu treibt Bayer einen Vergleich in Missouri voran. Ein Paket über rund sieben Milliarden US-Dollar erhielt bereits eine vorläufige Genehmigung. Ein endgültiger Richterspruch aus Washington wird bis Juni erwartet.

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Pharma-Daten stützen den Aktienkurs

Abseits der juristischen Baustellen liefert die Pharma-Sparte positive Signale. Das Medikament Asundexian reduzierte in einer Phase-III-Studie das Risiko für Schlaganfälle um 26 Prozent. Die US-Gesundheitsbehörde FDA erteilte dem Präparat bereits den Fast-Track-Status.

Diese operativen Fortschritte spiegeln sich im Kursbild wider. Die Bayer-Aktie schloss am Donnerstag bei 40,04 Euro. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier damit ein Plus von knapp 78 Prozent. Der Kurs pendelt sich derzeit nah am 50-Tage-Durchschnitt ein.

Die Nettoverschuldung sank bis Ende 2025 um 8,5 Prozent auf knapp 29,8 Milliarden Euro. Den nächsten Einblick in die operative Geschäftsentwicklung liefert der Quartalsbericht am 12. Mai. Bis dahin dominiert die Anhörung vor dem Supreme Court die Nachrichtenlage.

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