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Bayer: Urteil im Glyphosat-Streit Ende Juni erwartet

Bayer-Aktie fällt nach Glyphosat-Anhörung am Supreme Court. Experten rechnen mit Urteil Ende Juni, das über tausende Klagen entscheiden könnte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursverlust nach Supreme-Court-Anhörung
  • Urteil zu Glyphosat-Klagen im Juni erwartet
  • Dividendenzahlung von 0,11 Euro steht an
  • Quartalszahlen am 12. Mai im Fokus

In Washington ringt Bayer um die Lösung seines milliardenschweren Glyphosat-Problems. Vor dem Supreme Court geht es um die Grundsatzfrage, ob US-Bundesrecht lokale Warnhinweise aushebelt. Der Ausgang könnte tausende Klagen auf einen Schlag hinfällig machen. An der Börse reagieren Marktteilnehmer auf die mündliche Verhandlung mit Skepsis.

Das Papier verlor am Dienstag deutlich und schloss bei 36,62 Euro. Auf Wochensicht summiert sich das Minus auf neun Prozent. Technisch rückt nun die 200-Tage-Linie bei 34,46 Euro als mögliche Unterstützung ins Blickfeld.

Warten auf das Richterwort

Auslöser der Kursverluste ist der Rechtsstreit „Durnell“. Das Management äußerte sich zwar am Vorabend zufrieden mit der sorgfältigen Prüfung durch die obersten Richter. Ein finales Urteil erwarten Experten von JPMorgan allerdings erst für Ende Juni.

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Die Entscheidung besitzt enorme Tragweite. Sie hat laut Analysten Signalwirkung für rund 80 Prozent der noch anhängigen Glyphosat-Verfahren. Matthew Weston von der UBS hält ungeachtet der juristischen Hängepartie an seiner Kaufempfehlung fest. Er sieht das Kursziel weiterhin bei 52 Euro.

Dividende und Quartalszahlen

Abseits des Gerichtssaals stehen für Anleger operative Termine an. Am heutigen Mittwoch ist die Auszahlung einer Dividende von 0,11 Euro je Aktie geplant. Die niedrige Ausschüttung spiegelt den strengen Sparkurs des Konzerns wider. Im Hintergrund läuft derweil eine weitere Frist ab. Kläger können sich noch bis zum 4. Juni einem bestehenden Milliarden-Vergleich anschließen.

Operativ rückt nun der 12. Mai in den Fokus. Dann veröffentlicht Bayer die Ergebnisse für das erste Quartal. Diese Zahlen müssen belegen, wie weit Vorstandschef Bill Anderson mit dem Schuldenabbau und dem Konzernumbau tatsächlich vorangekommen ist.

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Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.