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Bayer: Asundexian reduziert Schlaganfall-Risiko um 26 Prozent

Bayer erzielt Fortschritte mit Schlaganfallmittel Asundexian in China, während die FDA Werbematerialien für Nubeqa beanstandet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zulassungsantrag für Asundexian in China angenommen
  • FDA rügt Nubeqa-Werbung wegen fehlender Risikohinweise
  • Quartalszahlen für Q1 2026 am 12. Mai erwartet
  • Supreme Court-Urteil zu Glyphosat-Klagen steht bevor

Bayer beendete die Handelswoche mit zwei Pharmanachrichten, die in entgegengesetzte Richtungen zeigen. Der Zulassungsantrag für den Schlaganfallkandidaten Asundexian in China ist ein echter strategischer Schritt — die FDA-Rüge für das Prostatakrebsmittel Nubeqa trübt das Bild.

Asundexian: China öffnet die Tür

Am 29. April 2026 nahm die chinesische Arzneimittelbehörde NMPA den Zulassungsantrag für Asundexian offiziell an. Grundlage ist die Phase-III-Studie OCEANIC-STROKE, die eine Reduktion ischämischer Schlaganfälle um 26 Prozent gegenüber Placebo zeigte — ohne Anstieg schwerer Blutungsereignisse.

Der chinesische Markt ist dabei kein Randmarkt. Schlaganfälle sind dort die häufigste Todesursache, und zwischen 2010 und 2021 stieg die Fallzahl auf 20,8 Millionen. Morgan Stanley schätzt das globale Spitzenumsatzpotenzial von Asundexian auf bis zu 4 Milliarden Euro.

Bayer arbeitet parallel an weiteren Zulassungsanträgen weltweit. Anfang Mai will der Konzern beim Europäischen Schlaganfallkongress in Maastricht 13 Abstracts aus seiner Schlaganfall-Pipeline präsentieren, darunter zwei Late-Breaking-Analysen aus OCEANIC-STROKE.

FDA rügt Nubeqa-Werbung

Weniger erfreulich: Die FDA beanstandete Werbematerialien für das Prostatakrebsmittel Nubeqa. In einem sogenannten Untitled Letter kritisierte die Behörde ein YouTube-Video sowie eine spanischsprachige TV-Werbung — konkret „attention-grabbing visuals“ und häufige Szenenwechsel, die Risikoinformationen in den Hintergrund drängten.

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Bayer hatte zwar auf Nebenwirkungen wie Herzerkrankungen und Krampfanfälle hingewiesen, ließ laut FDA jedoch entscheidende Details weg. So fehle der Hinweis, dass Herzerkrankungen bei Nubeqa-Patienten tödlich verlaufen können und das Krampfrisiko bestimmte Aktivitäten ausschließt. Die Rüge hat keinen direkten Zulassungseffekt, erzeugt aber regulatorischen Druck.

Ausblick: Quartalszahlen und Supreme Court

Die Bayer-Aktie verlor im Xetra-Handel zeitweise rund 0,5 Prozent — Anleger warten offenbar auf konkretere Fortschritte bei weiteren Zulassungsverfahren, bevor Asundexian stärker in die Bewertung einfließt.

Am 12. Mai 2026 legt Bayer den Quartalsbericht für Q1 2026 vor. Für das Gesamtjahr peilt der Konzern ein bereinigtes EBITDA zwischen 9,6 und 10,1 Milliarden Euro an. Bis Ende Juni könnte zudem ein Urteil des US Supreme Court fallen, das die Grundlage für Tausende Glyphosat-Klagen neu definiert — für die Bayer rund 5 Milliarden Euro als Rückstellung eingeplant hat.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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