Vorläufige Genehmigung für den 7,25-Milliarden-Dollar-Roundup-Vergleich, erfüllte Jahresziele — und trotzdem steht die Bayer-Aktie unter Druck. Der Grund: Ein negativer Free Cash Flow für 2026 trübt den Ausblick erheblich.
Jahreszahlen 2025: Solide, aber mit Schatten
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Bayer einen Konzernumsatz von 45,6 Milliarden Euro — ein leichtes währungsbereinigtes Plus von 1,1 Prozent. Das EBITDA vor Sondereinflüssen sank um 4,5 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro, das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 4,91 Euro. Unterm Strich stand ein Nettverlust von 3,6 Milliarden Euro, belastet durch hohe Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten.
Der Free Cash Flow brach um knapp 33 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro ein. Für 2026 erwartet Bayer, dass die Roundup-Vergleichszahlungen den Free Cash Flow deutlich ins Negative drücken — ein strukturelles Belastungselement, das Investoren trotz operativer Fortschritte nicht ignorieren.
Supreme Court als Schlüsselereignis
Das wichtigste Datum im Kalender ist der 27. April: Dann beginnen die mündlichen Verhandlungen vor dem US Supreme Court, der entscheiden soll, ob Schadensersatzansprüche wegen fehlender Warnhinweise auf Roundup durch Bundesrecht ausgeschlossen sind. Bayer erwartet ein Urteil für die zweite Junihälfte.
Ein positives Ergebnis könnte einen erheblichen Teil der verbleibenden Klagen entkräften und den Vergleichsrahmen deutlich entlasten. Ein negatives Urteil hingegen würde den 7,25-Milliarden-Dollar-Vergleich allein als unzureichend erscheinen lassen — zumal CEO Bill Anderson betont hat, dass die Beteiligung der Kläger „sehr nah“ an 100 Prozent liegen muss, damit das Konstrukt funktioniert.
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Agrar wächst, Pharma-Pipeline wartet
Im Agrarbereich legte das Maisgeschäft global um 13,2 Prozent zu, getragen von starker Produktperformance und der Beilegung eines Lizenzstreits. Gegenläufig entwickelten sich Soja- und Baumwollsaatgut, deren Umsätze nach der Aufhebung der Dicamba-Zulassung in den USA spürbar zurückgingen.
Mittelfristig plant Bayer eine jährliche EBITDA-Margenausweitung von 100 bis 150 Basispunkten bis 2029 — zunächst durch Produktivitätssteigerungen aus dem neuen „Dynamic Shared Ownership“-Modell mit angestrebten Einsparungen von zwei Milliarden Euro, später durch Umsatzwachstum. Für das laufende Jahr stellt der Konzern ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 4,30 bis 4,80 Euro in Aussicht.
Die Aktie notiert aktuell rund 22 Prozent unter ihrem Februar-Hoch und hat den 50-Tage-Durchschnitt klar nach unten durchbrochen. Das Supreme-Court-Urteil im Juni wird zeigen, ob sich der Vergleichsrahmen als tragfähig erweist — und ob die Aktie damit eine der zentralen Unsicherheiten der vergangenen Jahre abhaken kann.
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