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Symbolbild, KI-generiert

Bayer Aktie: Zwei Fronten, ein Kurstreiber

Bayer beantragt in Japan eine weitere Kerendia-Indikation, während ein US-Gericht den Weg für den Glyphosat-Vergleich offenhält.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kerendia-Antrag für Japan eingereicht
  • Pharmaerlöse steigen im zweiten Quartal
  • US-Gericht bestätigt Zuständigkeit in Missouri
  • Anhörung zum Vergleich am 14. September

Zwei Nachrichten aus unterschiedlichen Welten treffen an diesem Freitag auf Bayer – und beide bewegen die Aktie. Während der Konzern in Japan seine Pharma-Pipeline weiter ausbaut, kommt aus den USA juristische Entlastung im jahrelangen Glyphosat-Streit. Die Bayer-Aktie legte im Xetra-Handel zeitweise über ein Prozent zu.

Kerendia bekommt eine zweite Zulassungsspur

Bayer hat in Japan die Zulassung für Kerendia bei nicht-diabetischer chronischer Nierenerkrankung beantragt – gestützt auf positive Daten der Phase-3-Studie FIND-CKD. Der Wirkstoff Finerenon ist bereits in mehr als 100 Ländern für die Behandlung von CKD in Verbindung mit Typ-2-Diabetes zugelassen.

Die neue Indikation würde die Zielgruppe deutlich erweitern: Weltweit leben nach Unternehmensangaben etwa 850 Millionen Menschen mit chronischer Nierenerkrankung, mehr als die Hälfte davon ohne begleitenden Diabetes.

Kerendia entwickelt sich für Bayer zum zentralen Wachstumstreiber im Pharmageschäft. Im zweiten Quartal erlöste das Mittel 329 Millionen Euro – ein Plus von knapp 80 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das laufende Jahr rechnet der Konzern mit Erlösen von über einer Milliarde Euro.

Ergänzend dazu hatte Bayer zu Wochenbeginn in Japan bereits die Zulassung für Hyrnuo (Sevabertinib) erhalten, ein Mittel gegen HER2-mutierten nicht-kleinzelligen Lungenkrebs. Es ist nach Unternehmensangaben die erste in Japan zugelassene zielgerichtete Therapie für diese spezielle Indikation.

Rückschlag für Glyphosat-Kläger

Parallel zur Pharma-Front gab es Bewegung im Rechtsstreit um den Unkrautvernichter Roundup. Ein US-Berufungsgericht wies den Versuch von Klägern ab, die Zuständigkeit für die Billigung des milliardenschweren Sammelvergleichs an ein Gericht in Kalifornien zu verlagern. Dessen Richter hatte sich zuvor kritisch zu dem 7,25 Milliarden Dollar teuren Vergleich geäußert, den Bayer im Februar mit großen US-Anwaltskanzleien geschlossen hatte.

Das Berufungsgericht bestätigte stattdessen die Zuständigkeit eines Staatsgerichts in Missouri. Bayers US-Tochter Monsanto reagierte zuversichtlich und rechnet damit, dass der Vergleich nach einer Anhörung am 14. September endgültig genehmigt wird.

Für Bayer bündeln sich damit an einem Tag zwei Entwicklungslinien, die den Konzern seit Jahren prägen: der Ausbau des Pharmageschäfts als Wachstumshebel und die schrittweise juristische Entlastung von den Glyphosat-Altlasten. Die Anhörung Mitte September dürfte zeigen, ob der milliardenschwere Vergleich tatsächlich den erhofften Schlussstrich zieht.

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Felix Baarz

Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Kapitalmarktexperten seit August 2026 Beiträge zu Analystenstimmen, Quartalszahlen und Übernahmen sowie Marktberichte zu DAX und europäischen Märkten.Quellen dieses Ressorts: Analystenstudien und Researchmitteilungen der Häuser, Quartals- und Geschäftsberichte, Angebotsunterlagen und Pflichtmitteilungen bei Übernahmen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.