Prognose bestätigt, Hauptversammlung terminiert, Supreme Court im Anmarsch — für Bayer verdichtet sich der April zu einem der wichtigsten Monate des Jahres. Trotz US-Pharmazöllen hält das Unternehmen an seiner Guidance für 2026 fest.
Zölle eingepreist, Prognose stabil
COO Sebastian Guth erklärte am 7. April gegenüber Reuters, die angekündigten US-Importzölle auf Pharmazeutika seien in der Jahresprognose bereits berücksichtigt. Ausschlaggebend dafür ist das Handelsabkommen zwischen den USA und der EU, das Zölle auf die meisten europäischen Waren — einschließlich Medikamente — auf 15 Prozent begrenzt. Bayer hält damit an seiner EBITDA-Prognose von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro für 2026 fest.
Auf der Pharmaseite liefert das Unternehmen unterdessen konkrete Fortschritte: Augenmittel Eylea 8 mg erhielt in Japan eine weitere Zulassung, Kerendia wurde in der EU auf Basis einer Phase-III-Studie mit rund 6.000 Herzinsuffizienz-Patienten zugelassen. Mittelfristig peilt das Management ab 2027 ein mittelstelliges Umsatzwachstum und bis 2030 eine operative Marge von rund 30 Prozent an.
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Schwacher Cashflow, voller Terminkalender
Die strukturellen Belastungen bleiben erheblich. Der Free Cashflow brach 2025 um fast ein Drittel auf rund 2,1 Milliarden Euro ein — und für 2026 plant das Management bewusst mit einem signifikant negativen Free Cashflow von rund 5 Milliarden Euro. Die Nettofinanzverschuldung liegt bei knapp 30 Milliarden Euro.
Am 24. April folgt die virtuelle Hauptversammlung, auf der Marcel Smits und Alfred Stern als neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt werden sollen. Paul Achleitner und Colleen Goggins scheiden aus. Die Dividende bleibt mit 0,11 Euro je Aktie unverändert; Auszahlung erfolgt am 29. April.
Drei Tage nach der Hauptversammlung beginnen am 27. April die Anhörungen vor dem US Supreme Court im Glyphosat-Verfahren. Die Q1-Zahlen im Mai werden dann zeigen, wie das Management seine Position vor dem Endurteil einschätzt — und ob die stabile Prognose unter dem Druck der Rechtsrisiken Bestand hat.
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