Goldman Sachs hat seinen kombinierten Anteil an Stimmrechten und Finanzinstrumenten an Bayer von 6,34 auf 4,13 Prozent gesenkt. Der Markt ließ das weitgehend kalt — und das aus gutem Grund: Gleichzeitig meldete das Unternehmen operative Fortschritte, die das Bild aufhellen.
Zwei Zulassungen in Japan
In der vergangenen Woche erhielt Bayer gleich zwei Vertriebsgenehmigungen vom japanischen Gesundheitsministerium — einem der drei größten Pharmamärkte weltweit.
Erstens das MRT-Kontrastmittel Ambelvist (Gadoquatrane): Es ist die weltweit erste Zulassung dieses Wirkstoffs und liefert 60 Prozent weniger Gadolinium pro Untersuchung als bisherige Optionen auf dem japanischen Markt. Zulassungsverfahren in den USA, China und der EU laufen bereits parallel.
Zweitens Eylea 8 mg, das nun als dritte Netzhautindikation in Japan zugelassen ist — diesmal zur Behandlung von Makulaödemen nach retinalen Venenverschlüssen. In der Phase-III-Studie QUASAR benötigten Patienten im Schnitt drei Injektionen weniger als mit der 2-mg-Variante, über 60 Prozent erreichten ein Behandlungsintervall von vier Monaten oder länger.
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Was Goldman-Sachs-Abbau wirklich bedeutet
Ein Blick auf die Positionsstruktur relativiert den institutionellen Rückzug erheblich. Von den zuletzt gehaltenen 6,34 Prozent entfielen nur 0,54 Prozentpunkte auf direkte Stimmrechte — der Rest lag in Finanzinstrumenten. Das deutet eher auf Absicherungsstrategien oder kurzfristige Positionierungen hin als auf ein klassisches Langfristinvestment, das nun aufgelöst wird.
Dichte Wochen für Aktionäre
Der April und Mai werden für Bayer ereignisreich. Die wichtigsten Termine im Überblick:
- 24. April: Virtuelle Hauptversammlung; vorgeschlagene Dividende von 0,11 Euro je Aktie für 2025
- 27. April: Verhandlung vor dem US-Supreme Court zur Frage, ob die EPA alleinige Instanz für Warnhinweise auf Roundup-Produkten sein soll — ein Urteil zugunsten Bayers könnte Tausende von Klagen zu Fall bringen; erwartet wird eine Entscheidung bis Juni
- 12. Mai: Quartalsergebnisse für Q1 2026
Das Management hat für das Gesamtjahr ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 4,30 und 4,80 Euro in Aussicht gestellt. Ob die Pharmasparte mit den Japan-Zulassungen im Rücken diesen Korridor bestätigen kann, wird sich spätestens am 12. Mai zeigen.
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