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Bayer Aktie: Vier Wochen entscheiden

Bayer steht vor einem entscheidenden Monat mit Hauptversammlung, Dividende und Glyphosat-Anhörung vor dem US Supreme Court. Das Unternehmen hält an seiner Jahresprognose fest und setzt auf Wachstum aus der Pharmapipeline.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Hauptversammlung und Dividendenauszahlung Ende April
  • Glyphosat-Anhörung vor dem US Supreme Court
  • EBITDA-Prognose für 2026 bleibt unverändert
  • Pharmasparte soll ab 2027 wieder wachsen

Selten verdichtet sich für ein Unternehmen so viel auf so engem Raum. Bayer muss binnen weniger Wochen Hauptversammlung, Dividendenauszahlung und die Anhörungen vor dem US Supreme Court im Glyphosat-Verfahren bewältigen — ein April, der die Weichen für das gesamte Jahr stellen könnte.

Hauptversammlung, Dividende, Führungswechsel

Am 24. April lädt Bayer zur virtuellen Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung stehen personelle Veränderungen im Aufsichtsrat: Marcel Smits und Alfred Stern sollen Paul Achleitner und Colleen Goggins ablösen. Außerdem stimmen die Aktionäre über eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 ab — identisch mit dem Vorjahresbetrag. Ausgezahlt wird am 29. April, der Ex-Tag fällt auf den 27. April.

Nur drei Tage nach der Hauptversammlung beginnen die Anhörungen vor dem US Supreme Court. Das Glyphosat-Verfahren beschäftigt Bayer seit der Monsanto-Übernahme 2018 — seitdem hat das Unternehmen mehr als 11 Milliarden US-Dollar in Vergleichen und Urteilen aufgewendet. Für 2026 plant das Management bewusst mit einem negativen Free Cashflow von rund 5 Milliarden Euro, auch weil diese Belastungen weiter nachwirken.

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Prognose stabil, Pipeline wächst

Trotz dieser Druckpunkte hält Bayer an seiner EBITDA-Prognose von 9,6 bis 10,1 Milliarden Euro für 2026 fest. COO Sebastian Guth erklärte Anfang April, die angekündigten US-Pharmazölle seien bereits eingepreist — das EU-US-Handelsabkommen begrenzt die Abgaben auf die meisten europäischen Medikamente auf 15 Prozent.

Auf der Wachstumsseite setzt Bayer auf seine Pharma-Pipeline. Nubeqa, das Prostatakrebs-Mittel, erzielte 2025 knapp 2,4 Milliarden Euro Umsatz. Ab 2027 soll die Pharmasparte wieder mittleres einstelliges Wachstum liefern, die operative Marge bis 2030 in Richtung 30 Prozent steigen. Zusätzlich hat der Gerinnungshemmer Asundexian von der FDA den Fast-Track-Status erhalten, was das Zulassungsverfahren in den USA beschleunigt.

Die Aktie notiert aktuell bei 40,12 Euro und hat sich damit seit ihrem Tief von knapp 20 Euro im April 2025 mehr als verdoppelt — liegt aber noch rund 18 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro. Wie belastbar die aktuelle Stabilisierung ist, werden die Q1-Zahlen im Mai zeigen, wenn das Management erstmals öffentlich Stellung zu seiner Position vor dem Supreme-Court-Urteil bezieht.

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