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Bayer Aktie: Vier US-Kliniken für Studienprogramme

Bayer baut klinische Forschung in den USA aus und investiert in autonome Traktoren. Analysten sehen Unterbewertung, doch Glyphosat-Risiken bleiben bestehen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neue US-Partnerschaften für klinische Studien
  • Aktie erholt sich mit deutlichem Plus
  • Glyphosat-Zollantrag wurde zurückgezogen
  • Leads Finanzierungsrunde für Agrar-Start-up

Der Konzern hat nach einer Analyse von Simply Wall St neue Partnerschaften mit Henry Ford Health, der University of Colorado Anschutz, UCHealth und dem Children’s Hospital Colorado geschlossen, um klinische Studien auszuweiten. Die Kooperationen sollen die Reichweite von Bayers Studienprogrammen im US-Gesundheitssystem vergrößern.

Der Aktienkurs spiegelt die zuletzt verbesserte Stimmung wider. Am Freitag schloss das Papier bei 48,06 Euro, ein Plus von 0,97 Prozent zum Vortag. Über 30 Handelstage summiert sich der Anstieg auf 27,31 Prozent. Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch vom 3. Juli bei 53,86 Euro fehlen der Aktie aktuell noch 10,77 Prozent.

Simply Wall St sieht Unterbewertung – aber auch Risiken

Simply Wall St bezifferte den fairen Wert der Bayer-Aktie in seiner meistgelesenen Bewertungs-Narrative auf 63,81 Euro. Gemessen am damaligen Schlusskurs von 48,46 Euro entspräche das einer Unterbewertung von 24,1 Prozent. Zugleich benennt die Analyse die bekannten Belastungsfaktoren: die fortlaufenden Glyphosat- und PCB-Rechtsstreitigkeiten sowie die hohe Verschuldung des Konzerns bleiben zentrale Risiken für die Bewertung.

Zoll-Antrag im Glyphosat-Streit zurückgezogen

Auf der regulatorischen Seite gab es Bewegung in den USA: Die Bayer-Tochter Ruveon zog ihren Antrag auf Ausgleichszölle für Glyphosat-Importe zurück. Der Schritt erfolgte nach Druck der National Corn Growers Association. Deren Präsident Jed Bower begrüßte die Entscheidung und verwies auf die bereits hohen Kosten, mit denen amerikanische Landwirte konfrontiert seien – zusätzliche Zölle auf Glyphosat hätten diese Belastung weiter verschärft.

Leaps by Bayer führt Finanzierungsrunde für Agrar-Start-up an

Auch im Bereich Wagniskapital war Bayer aktiv. Die konzerneigene Investmentplattform Leaps by Bayer führte eine überzeichnete Series-B-Finanzierungsrunde für das Agrartech-Unternehmen Sabanto an, gemeinsam mit Sustainable Forward Capital, InnoVenture Iowa, Fulcrum Global Capital, DCVC und Yara. Sabanto entwickelt eine Nachrüsttechnologie, die herkömmliche Traktoren autonom fahrfähig macht. Das frische Kapital soll die Kommerzialisierung beschleunigen: Innerhalb von zwölf Monaten will das Start-up Hunderte neue landwirtschaftliche Betriebe als Kunden gewinnen.

Fazit für Anleger

Die Nachrichtenlage rund um Bayer bleibt vielschichtig: Auf der einen Seite stehen konkrete Fortschritte bei klinischen Studien und ein strategisches Investment im Agrarsektor, auf der anderen Seite die weiterhin ungelösten Rechtsrisiken aus dem Glyphosat-Komplex. Mit einer Marktkapitalisierung von 46,88 Milliarden Euro bleibt Bayer einer der größten deutschen Werte, dessen Bewertung nach Einschätzung von Simply Wall St noch Luft nach oben lässt – vorausgesetzt, die juristischen Altlasten belasten die Bilanz nicht stärker als erwartet.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.