Zwei Zulassungen in Japan, ein neues Nachhaltigkeitsrating auf Rekordniveau — und trotzdem steht die Bayer-Aktie unter Druck. Der Konzern liefert operative Erfolge, während die Börse andere Signale sendet.
Japanische Zulassungen stärken die Pharmasparte
In Japan erhielt Eylea 8 mg die Freigabe für eine dritte Netzhautindikation: die Behandlung von Sehbeeinträchtigungen durch Makulaödeme infolge eines retinalen Venenverschlusses. Grundlage war die Phase-III-Studie QUASAR. Das Management erwartet, dass die hochdosierte Variante bis 2026 rund 70 Prozent des gesamten Eylea-Portfolios ausmachen wird — ein wesentlicher Treiber, da Patienten deutlich weniger Injektionen benötigen.
Gleichzeitig feierte das MRT-Kontrastmittel Ambelvist seine weltweite Erstmarkteinführung in Japan. Das Mittel kommt mit 60 Prozent weniger Gadolinium aus, bei gleichbleibender Bildqualität. Zulassungsverfahren für die USA, China und die EU laufen bereits.
Auch beim Thema Nachhaltigkeit verbucht Bayer Fortschritte: MSCI vergab erstmals ein AA-Rating, und Sustainalytics hob Ende 2025 sein „Red Flag“ auf — mit Verweis auf reduzierte Glyphosat-Rechtsrisiken.
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Ubben-Ausstieg belastet, Glyphosat bleibt das große Thema
Trotz dieser Meldungen blieb der Kurs kalt. Belastend wirkte vor allem der Ausstieg von Inclusive Capital Partners: Die von Jeff Ubben gegründete Gesellschaft verkaufte rund 8,5 Millionen Bayer-Aktien — knapp ein Prozent des Unternehmens — zu je 37,45 Euro. Das entspricht einem Abschlag von rund 25 Prozent gegenüber dem Einstiegspreis aus Januar 2023. Ende März notiert die Aktie rund 21 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 49,17 Euro.
Operativ hat Bayer für 2026 einen währungsbereinigten Umsatz zwischen 45 und 47 Milliarden Euro angepeilt. Der Free Cash Flow soll negativ ausfallen — zwischen minus 1,5 und minus 2,5 Milliarden Euro — primär wegen geplanter Vergleichszahlungen von rund 5 Milliarden Euro im Rahmen laufender Rechtsstreitigkeiten. Hinzu kommen Einsparungen von zwei Milliarden Euro aus dem neuen „Dynamic Shared Ownership“-Betriebsmodell.
Zwei Termine prägen das zweite Quartal: Die virtuelle Hauptversammlung am 24. April, auf der eine Dividende von 0,11 Euro je Aktie für 2025 zur Abstimmung steht. Drei Tage später, am 27. April, beginnen die mündlichen Verhandlungen vor dem US Supreme Court im Glyphosat-Fall. Das endgültige Urteil wird für die zweite Junihälfte erwartet — und dürfte mehr Kurswirkung entfalten als jede Zulassung aus Tokio.
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