Hauptversammlung, Quartalszahlen, US-Gericht — Bayer steht in den nächsten zwei Wochen ein dichtes Programm bevor. Den größten Ausschlag dürfte dabei ein Termin liefern, der weit über die übliche Investor-Relations-Routine hinausgeht.
Zahlen mit Licht und Schatten
CEO Bill Anderson und Aufsichtsratschef Norbert Winkeljohann haben heute ihre Redemanuskripte für die Hauptversammlung veröffentlicht. Die operative Zielspanne für 2026 ist klar umrissen: Das bereinigte EBITDA soll zwischen 9,6 und 10,1 Milliarden Euro landen, das Core EPS zwischen 4,30 und 4,80 Euro.
Weniger erfreulich ist der Free-Cash-Flow-Ausblick. Bayer kalkuliert hier mit minus 1,5 bis minus 2,5 Milliarden Euro — wobei rund 5 Milliarden Euro für laufende Rechtsstreitigkeiten bereits eingepreist sind. Die Nettoverschuldung soll zum Jahresende zwischen 32 und 33 Milliarden Euro liegen, was den Abbau zur Daueraufgabe macht.
Die Dividende spiegelt den Sparkurs wider: 0,11 Euro je Aktie, Auszahlung am 29. April.
Pharma-Pipeline als Wachstumswette
Strategisch setzt das Management auf Nubeqa und Kerendia als Umsatztreiber im laufenden Jahr. Längerfristig ruhen die Hoffnungen auf dem FXIa-Hemmer Asundexian — er soll das Wachstum bis 2030 maßgeblich tragen. Im Agrarbereich bleibt Crop Science profitabel, kämpft aber mit Wechselkursdruck.
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Die Aktie notiert bei rund 41 Euro und damit praktisch auf ihrem 50-Tage-Durchschnitt — eine technisch neutrale Ausgangslage. Vom 52-Wochen-Hoch aus dem Februar trennen das Papier noch gut 16 Prozent.
Der Termin, der alles überschattet
Am Freitag, den 24. April, findet die virtuelle Hauptversammlung statt. Drei Tage später, am 27. April, tritt Bayer vor den US Supreme Court. Die Anhörung zum Glyphosat-Komplex gilt als potenziell richtungsweisend für die gesamte rechtliche Altlast — und damit für die Bewertungsperspektive der Aktie auf Jahre hinaus.
Wie der Supreme Court die Argumente gewichtet, wird das Narrativ rund um Bayer im zweiten Quartal prägen. Die Quartalsmitteilung für Q1 folgt dann am 12. Mai — und dürfte vor dem Gerichtsurteil kaum die volle Aufmerksamkeit der Märkte auf sich ziehen.
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