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Bayer Aktie: Supreme Court kippt Klagen

Der Supreme Court blockiert tausende Glyphosat-Klagen gegen Bayer. Der Aktienkurs steigt deutlich, Analysten heben das Kursziel an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Supreme Court blockiert Glyphosat-Klagen
  • Aktienkurs steigt um 23 Prozent
  • Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 55 Euro
  • Entscheidende Anhörung zu Vergleich im Juli

Der Oberste Gerichtshof der USA hat zugunsten von Bayer entschieden. Das Urteil vom 25. Juni blockiert tausende Glyphosat-Klagen wegen angeblich fehlender Warnhinweise. Für den Leverkusener Konzern sinken die juristischen Risiken damit massiv.

Die Börse reagiert euphorisch. In den vergangenen sieben Tagen schoss der Kurs um rund 23 Prozent nach oben. Am Freitag ging das Papier bei 46,61 Euro aus dem Handel. Analysten ziehen direkt nach. Goldman Sachs ruft nun ein Kursziel von 55 Euro aus. Die Begründung: Das Urteil beendet eine ganze Dekade voller Rechtsrisiken.

Milliarden-Vergleich steht noch aus

Komplett vom Tisch ist der Roundup-Komplex damit nicht. Anfang Juli steht in Missouri eine wichtige Anhörung an. Das Gericht prüft die finale Genehmigung eines geplanten Vergleichs über 7,25 Milliarden US-Dollar. Medienberichte deuten auf eine mögliche Verschiebung hin. Parallel dazu belasten hohe Schulden und ein negativer Cashflow die Bilanz. Auslaufende Patente bei wichtigen Medikamenten bremsen das Wachstum der Pharmasparte zusätzlich.

Heißgelaufen nach der Rallye

Technisch wandelt die Aktie nach dem Kurssprung auf dünnem Eis. Der Relative-Stärke-Index notiert aktuell bei einem extremen Wert von gut 80. Ein klares Warnsignal. Bei einer jährlichen Volatilität von fast 58 Prozent sind schnelle Rücksetzer jederzeit möglich. Dennoch behauptet sich der Kurs komfortabel über seiner langfristigen 200-Tage-Linie.

Der juristische Erfolg nimmt massiven Druck vom Kessel. Als nächster echter Katalysator fungiert nun die Anhörung in Missouri Anfang Juli. Billigt das Gericht den geplanten Vergleich, kann Bayer das Kapitel Glyphosat weiter schließen. Bis dahin bleibt das aktuelle Kursniveau anfällig für Gewinnmitnahmen.

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