Die Verhandlung vor dem Obersten Gerichtshof der USA ist gelaufen — ein klares Ergebnis gibt es noch nicht. Die Richter zeigten sich am Montag uneins darüber, ob bundesrechtliche Vorschriften zur Pestizidetikettierung staatliche Schadensersatzklagen gegen Bayer blockieren können.
Im Mittelpunkt steht der Fall des Missouri-Gärtners John Durnell, der jahrelang ohne Schutzausrüstung mit Roundup arbeitete und anschließend an Non-Hodgkin-Lymphom erkrankte. Eine Jury sprach ihm 2023 rund 1,25 Millionen Dollar Schadensersatz zu, was ein staatliches Berufungsgericht 2025 bestätigte. Bayer hält dagegen: Die US-Umweltschutzbehörde EPA habe Roundup wiederholt als unbedenklich eingestuft und entsprechende Etiketten ohne Krebswarnung genehmigt — staatliche Zusatzanforderungen seien damit unzulässig.
Flickenteppich oder Schutzlücke?
Genau hier klaffen die Positionen der Richter auseinander. Konservative wie Chefrichter John Roberts signalisierten durchaus Verständnis für das Bundeseinheitsargument. Gleichzeitig hinterfragten sie, was passiere, wenn ein Produkt nach der behördlichen Zulassung als gefährlich eingestuft werde und die Bundesstaaten keine Handhabe hätten, Verbraucher zu warnen. Richterin Elena Kagan und Richter Brett Kavanaugh betonten die Problematik eines Flickenteppichs aus 50 unterschiedlichen Kennzeichnungspflichten — ein Szenario, das auch die Trump-Administration ablehnt, die sich ausdrücklich auf Bayers Seite gestellt hat.
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Milliarden im Hintergrund
Der juristische Ausgang hat unmittelbare wirtschaftliche Konsequenzen. Mehr als 100.000 Klagen laufen derzeit in US-amerikanischen Gerichten. Im Februar hatte Bayer einen Vergleich über 7,25 Milliarden Dollar angekündigt, um einen Großteil der Fälle beizulegen — allerdings sind davon rund eine Milliarde Dollar an Ansprüchen aus laufenden Berufungsverfahren ausgenommen. Ein Urteil zugunsten Bayers könnte Tausende weitere Klagen obsolet machen und wäre damit ein zentrales Element im Plan von Konzernchef Bill Anderson, den Roundup-Rechtsstreit 2026 endgültig einzudämmen.
Das Urteil des Supreme Court wird bis Ende Juni erwartet.
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