Bayer hat gleich zwei regulatorische Signale aus den USA erhalten — und beide zeigen in dieselbe Richtung. Die FDA gewährte dem Krebswirkstoff Sevabertinib den „Priority Review“-Status für die Erstlinienbehandlung von HER2-mutiertem Lungenkrebs. Das beschleunigt das Prüfverfahren erheblich.
Das Timing ist kein Zufall. Bayer baut seine Onkologie-Pipeline gezielt aus, um die Lücke zu füllen, die die auslaufenden Patente von Xarelto und Eylea hinterlassen werden. Sevabertinib ist dabei ein Kernelement.
Zwei beschleunigte Verfahren innerhalb von zwei Tagen
Nahezu zeitgleich nahm die FDA auch den Zulassungsantrag für Asundexian, einen FXIa-Inhibitor, zur beschleunigten Prüfung an. Japan folgte. Beide Entscheidungen fielen innerhalb von 48 Stunden.
Parallel dazu vereinbarte Bayer die Übernahme von Perfuse Therapeutics für bis zu 2,45 Milliarden US-Dollar. Das Ziel: neue Phase-II-Assets in der Augenheilkunde ins Portfolio holen.
Solides Q1 als Rückenwind
Die Pipeline-Fortschritte kommen zu einem günstigen Zeitpunkt. Im ersten Quartal 2026 stieg der Konzernumsatz um 4,1 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA legte um 9,0 Prozent zu. Das Ergebnis je Aktie erreichte 2,81 Euro.
Auffällig war das Agrargeschäft. Trotz eines Rückgangs bei Glyphosat-Herbiziden um 15,1 Prozent wuchs das Segment-EBITDA um 17,9 Prozent. Starke Saatgutverkäufe und ein abgeschlossener Lizenzstreit machten den Unterschied.
Die Aktie notiert bei rund 38,49 Euro — knapp unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts, aber gut 64 Prozent über dem 52-Wochen-Tief vom Mai 2025. Die Volatilität bleibt mit annualisierten 33 Prozent spürbar erhöht.
Schulden und rechtliche Altlasten bleiben das Thema
Trotz operativer Zuwächse bleibt der Schuldenabbau dringlich. Der Markt rechnet für 2026 mit einer Dividende von rund elf Cent je Aktie — eine restriktive Politik, die den Spielraum für Investitionen begrenzt.
Am 27. Mai präsentiert das Management auf der Deutsche Bank European Champions Conference in Frankfurt ein Strategie-Update. Erwartet werden konkrete Fortschritte bei den Effizienzprogrammen und ein Fahrplan zum Schuldenabbau. Wie schnell Bayer die rechtlichen Altlasten aus den USA einengen kann, bleibt der entscheidende Unsicherheitsfaktor für die Kursentwicklung.
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