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Symbolbild, KI-generiert

Bayer Aktie: Rückenwind aus St. Louis

Das Urteil in Missouri stärkt Bayers Position, während die richterliche Zustimmung zum Sammelvergleich noch aussteht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Jury weist alternative Roundup-Klagegründe zurück
  • Tradegate-Kurs steigt vorbörslich rund fünf Prozent
  • Sammelvergleich umfasst bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar
  • Richterliche Zustimmung zum Vergleich steht noch aus

Ein Geschworenengericht in Missouri hat im Glyphosat-Streit zugunsten von Bayer entschieden. Es ist der erste Prozesserfolg seit der Grundsatzentscheidung des obersten US-Gerichts im Juni. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel auf Tradegate um rund fünf Prozent zu und steuert auf den höchsten Stand seit Ende September zu.

Anderes Argument, gleiches Ergebnis

Der Fall Aretino et al. galt als wichtiger Test. Der Supreme Court hatte im Juni entschieden, dass Klagen wegen fehlender Krebswarnhinweise nach dem Recht einzelner Bundesstaaten durch Bundesrecht ausgeschlossen sind. Damit sind solche Verfahren gegen Bayer im Grunde nicht mehr möglich.

Die Kläger in St. Louis wählten deshalb einen anderen Weg. Sie behaupteten, der Unkrautvernichter Roundup sei fehlerhaft konstruiert, und sie seien vorsätzlich getäuscht worden. Die Jury folgte dem nicht. Bayer erklärt, die Klägerseite habe nach der Supreme-Court-Entscheidung keine Beweise für alternative Klagebegründungen vorlegen können.

Bereits am Donnerstag hatte die Aktie im Xetra-Handel mehr als vier Prozent zugelegt. Heute sind es auf Tradegate knapp 50,30 Euro.

Sammelvergleich im Fokus

Jefferies-Analyst Michael Leuchten sprach von einem ermutigenden ersten Gerichtserfolg nach der Grundsatzentscheidung. Im Fokus stehe nun die ausstehende richterliche Zustimmung zum angestrebten Sammelvergleich.

Dieser sieht vor, dass Bayer bis zu 21 Jahre lang abnehmende, gedeckelte Jahreszahlungen leistet. Insgesamt geht es um bis zu 7,25 Milliarden US-Dollar. Der Konzern will die Causa Glyphosat, die schon Milliarden verschlungen hat, weitgehend abhaken. Das Urteil aus Missouri dürfte diesem Ziel Rückenwind geben.

Ein Termin für die richterliche Entscheidung über den Vergleich ist bislang nicht genannt. Sie ist der nächste konkrete Schritt, an dem sich die Kursstärke messen lassen muss.

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