Der Höhenflug der Bayer-Aktie gerät ins Stocken. Nach einer massiven Aufwärtsbewegung nehmen erste Investoren Gewinne mit. Der Kurs reagiert prompt auf eine klassische technische Überhitzung.
Bemerkenswerter Lauf
Aktuell notiert das Papier bei 50,88 Euro. Damit verbucht die Aktie ein leichtes Minus von 0,20 Prozent. Das fällt nach den jüngsten Kursgewinnen jedoch kaum ins Gewicht.
Auf Monatssicht hat der Titel 43 Prozent zugelegt. Auf Jahressicht steht ein Plus von 95 Prozent an der Kurstafel. Vom Tief im vergangenen Sommer hat sich der Kurs damit nahezu verdoppelt.
Technische Warnsignale
Charttechnische Indikatoren zeigen nun eine deutliche Überhitzung. Der RSI signalisiert mit 74,7 Punkten eine stark überkaufte Marktlage. Die Folge: Erste Händler sichern ihre Buchgewinne.
Auch der Abstand zu den gleitenden Durchschnitten fällt enorm aus. Der Kurs notiert gut 29 Prozent über der 50-Tage-Linie. Eine solche Distanz zu den Trendlinien löst historisch häufig Gegenbewegungen aus.
Die annualisierte Volatilität von rund 64 Prozent unterstreicht die aktuelle Nervosität im Handel.
Fundamentales Umfeld
Trotz der charttechnischen Warnsignale bleibt der übergeordnete Aufwärtstrend intakt. Der Auslöser der jüngsten Rally war ein juristischer Erfolg. Ein Grundsatzurteil im US-Glyphosat-Komplex entlastet den Konzern massiv.
Diese Entscheidung verringert das fundamentale Risiko erheblich. Im gleichen Schritt ordnet Bayer sein amerikanisches Glyphosatgeschäft neu. Mehrere Analysten haben die Aktie nach diesen Meldungen hochgestuft.
Als nächster Prüfstein dienen die anstehenden Zahlen für das zweite Geschäftsquartal. Bis zur Vorlage dieser Ergebnisse pendelt die Aktie zwischen fundamentalem Rückenwind und technischer Konsolidierung. Ein kurzfristiger Rücksetzer gefährdet den mittelfristigen Trend dabei nicht zwingend.
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