Inclusive Capital Partners, der Investmentfonds von Jeff Ubben, trennt sich von rund 8,5 Millionen Bayer-Aktien — und der Zeitpunkt hätte ungünstiger kaum sein können. Die Platzierung über JPMorgan zu 37,45 Euro je Aktie trifft auf eine Aktie, die seit Mitte März bereits mehr als 22 Prozent verloren hat.
Der Abschlag von rund 2,6 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss drückte die Aktie heute auf zeitweise 37,05 Euro. Das Transaktionsvolumen des Block-Trades beläuft sich auf rund 318 bis 327 Millionen Euro — entsprechend 0,9 Prozent des Grundkapitals. Ob mit dem Ausstieg von Inclusive Capital eine Phase erhöhter Verkäufe aus dem Investorenkreis endet oder weitere Pakete folgen, lässt sich aus dem Schritt allein nicht ableiten.
Vergleich und Zulassungen als Gegengewicht
Abseits des Kursdrucks gibt es fundamentale Entwicklungen, die Anleger einpreisen müssen. Bayer hat demnach eine vorläufige Einigung im Glyphosat-Komplex über 7,25 Milliarden US-Dollar erzielt — ein wichtiger Schritt bei der Aufarbeitung der langjährigen US-Rechtsrisiken. Gleichzeitig erhielt die Pharmasparte in Japan zwei neue Zulassungen: für das Augenmedikament Eylea (8 mg) sowie für das Kontrastmittel Gadoquatrane.
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Analysten sehen in einer abschließenden Klärung der Rechtsrisiken den entscheidenden Hebel für eine Neubewertung der Aktie. Barclays hält am Kursziel von 48 Euro fest, Oddo BHF sogar bei 55 Euro — gegenüber dem aktuellen Kurs von rund 37,62 Euro impliziert das erhebliches Aufwärtspotenzial. Der RSI von 16,5 signalisiert dabei eine stark überverkaufte technische Lage.
Unterstützung bei 35 Euro im Blick
Die Aktie notiert aktuell rund 11,7 Prozent unterhalb ihres 50-Tage-Durchschnitts von 42,59 Euro — der mittelfristige Trend zeigt klar nach unten. Die psychologisch wichtige Marke bei 35 Euro bildet die nächste relevante Unterstützungszone. Hält diese, könnte der heutige Block-Trade im Nachhinein als technischer Belastungspunkt ohne fundamentale Konsequenzen eingestuft werden. Bricht sie, wäre das Bild deutlich trüber — trotz aller positiven Signale aus Tokio und den US-Vergleichsverhandlungen.
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