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Bayer Aktie: Kartenhaus droht einzustürzen?

Bayer steht vor einer entscheidenden Woche mit Hauptversammlung und Anhörung vor dem US Supreme Court zu den Glyphosat-Klagen. Die Aktie zeigt sich nervös, während das Management auf Schuldenabbau und eine minimale Dividende setzt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Virtuelle Hauptversammlung und US-Gerichtstermin in einer Woche
  • Minimale Dividende von 11 Cent je Aktie vorgeschlagen
  • Nettoverschuldung soll auf 33 Milliarden Euro sinken
  • Anhörung vor dem Supreme Court am 27. April

Für Bayer rückt eine entscheidende Woche näher. Am Freitag bittet der Vorstand zur virtuellen Hauptversammlung. Drei Tage später steht der Konzern vor dem US Supreme Court, wo es um die milliardenschweren Glyphosat-Klagen geht.

Die Aktie reagiert im Vorfeld nervös. Mit aktuell 40,40 Euro notiert das Papier knapp unter der wichtigen 100-Tage-Linie. Langfristig sieht das Bild besser aus. Auf Jahressicht verzeichnet der Kurs ein sattes Plus von rund 86 Prozent.

Dividende und Schuldenabbau

Aktionäre stimmen auf der Hauptversammlung über die Finanzen ab. Der Vorstand schlägt eine Dividende von lediglich 11 Cent je Aktie vor. Die Folge: eine minimale Ausschüttung. Bayer braucht das Kapital dringend, um die eigene Bilanz zu sanieren und juristische Risiken abzufedern.

Das Unternehmen baut Schulden ab. Bis zum Jahresende soll die Nettoverschuldung auf maximal 33 Milliarden Euro sinken. Der freie Cashflow fällt voraussichtlich negativ aus, das Management rechnet mit einem Minus von 2,5 Milliarden Euro. Allein fünf Milliarden Euro fließen in laufende Gerichtsverfahren.

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Umbau im Aufsichtsrat

Neben den Finanzen stehen personelle Wechsel auf der Tagesordnung. Zwei langjährige Mitglieder verlassen den Aufsichtsrat. Marcel Smits und Alfred Stern sollen das Gremium künftig ergänzen und neue Expertise aus der Agrarwirtschaft einbringen.

Der Termin in Washington

Das operative Geschäft liefert derweil stabile Aussichten. Trotz auslaufender Patente peilt Bayer ein operatives Ergebnis von rund zehn Milliarden Euro an. Analysten erwarten im Schnitt einen Gewinn von 4,40 Euro je Aktie. Die eigentliche Weichenstellung findet allerdings fernab des Tagesgeschäfts statt.

Am 27. April folgt die Anhörung vor dem obersten US-Gericht. Der Termin ist wegweisend. Urteilen die Richter zugunsten von Bayer, sinkt der finanzielle Druck auf den Konzern massiv. Lehnen sie die Argumentation ab, belastet der juristische Überhang die Aktie auf unbestimmte Zeit weiter.

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Diskussion zu Bayer

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.