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Bayer Aktie: Hoffnungsträger liefert ab

Das Bayer-Medikament Kerendia erzielt in einer Phase-III-Studie bei nicht-diabetischen Nierenpatienten positive Ergebnisse. Dies eröffnet einen Milliardenmarkt, während juristische Altlasten weiterhin belasten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erfolgreiche Studie für neue Patientengruppe
  • Potenzial für Blockbuster-Umsätze bis 2031
  • Bereitet Einreichung bei US-Behörde FDA vor
  • Kursentwicklung von Glyphosat-Prozess abhängig

Während juristische Altlasten tief in die Bilanz des Leverkusener Konzerns schneiden, sendet die Pharmasparte ein starkes Lebenszeichen. Das Medikament Kerendia hat in einer entscheidenden Phase-III-Studie seine Wirksamkeit bei einer neuen Patientengruppe bewiesen. Für Bayer eröffnet sich damit die Chance auf signifikante Umsatzsteigerungen in einem stark unterversorgten Markt.

Milliardenmarkt im Visier

Konkret geht es um das klinische Programm FIND-CKD. Der Wirkstoff Finerenone verlangsamte hier erfolgreich das Fortschreiten von chronischen Nierenerkrankungen bei Patienten ohne Diabetes. Das ist medizinisch hochrelevant: Weltweit leiden schätzungsweise 850 Millionen Menschen an chronischen Nierenschäden, mehr als die Hälfte davon an nicht-diabetischen Formen. Bisher sind die Behandlungsoptionen für diese spezifische Gruppe stark limitiert.

Die am Montag veröffentlichten Ergebnisse zeigen eine statistisch signifikante Verbesserung der Nierenfunktion gegenüber einem Placebo. Analysten von GlobalData trauen Kerendia im laufenden Jahr den Status eines Blockbusters zu und prognostizieren bis 2031 einen Spitzenumsatz von 2,6 Milliarden US-Dollar.

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Kontrastprogramm vor Gericht

Um dieses kommerzielle Potenzial zu heben, bereitet Bayer nun die Einreichung der Daten bei der US-Gesundheitsbehörde FDA vor. Eine erfolgreiche Indikationserweiterung wäre ein wichtiger Baustein für das Ziel des Managements, in der nächsten Dekade zehn neue Blockbuster-Produkte einzuführen. An der Börse wird der Titel aktuell bei 40,05 Euro gehandelt und verzeichnet seit Jahresbeginn ein moderates Plus von 5,34 Prozent.

Dass die Papiere trotz der operativen Fortschritte nicht stärker zulegen, liegt an der anhaltenden Belastung durch den Agrarbereich. Nach einem Nettoverlust von 3,62 Milliarden Euro im vergangenen Jahr – getrieben durch hohe Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten – blicken Investoren nun gespannt nach Washington. Am 27. April verhandelt der US Supreme Court eine Berufung im Glyphosat-Komplex. Das oberste Gericht soll klären, ob Ansprüche wegen fehlender Warnhinweise durch Bundesrecht ausgeschlossen sind.

Die positiven Studiendaten untermauern die Strategie, Finerenone schrittweise für eine breitere Patientenbasis zu etablieren. Während der regulatorische Prozess bei der FDA nun anläuft, wird das mit Spannung erwartete Urteil der US-Verfassungsrichter in der zweiten Junihälfte den nächsten maßgeblichen Impuls für die weitere Kursentwicklung liefern.

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